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Neutestamentarisches Geben – 2. Korinther 8 (PDF) PDF-Ausgabe

Neutestamentarisches Geben – 2. Korinther 8



Wie wir schon im Artikel: „Warum den Zehnten geben nichts für den Gläubigen des Neuen Testamentes ist“ sagten, ist den Zehnten geben ein Begriff, der im Neuen Testament weitestgehend unbekannt ist. Ich muss hier klarstellen, dass, wenn ich vom Neuen Testament spreche, den Neuen Bund meine, der Bund, der mit dem Opfer unseres Herrn Jesus Christus eingesetzt wurde. Das Alte Testament, der alte Bund, hat natürlich viel zum Thema „den Zehnten geben“ zu sagen ( das Wort wird dort 36 Mal gebraucht), aber nicht das Neue Testament. Im Gegensatz dazu sagt das Neue Testament sehr viel zum Thema Geben. Um zu sehen, was das Wort Gottes zu uns sagt - die unter dem Neuen Bund leben, unter dem gegenwärtigen Zustand der Gnade - fangen wir mit 2. Korinther 8 an. Dieses Kapitel behandelt direkt, zusammen mit 2. Korinther 9 (welches wir in einem separaten Artikel studieren), das Thema Geben und beinhaltet eine Fülle von Informationen. Wir werden diese Informationen folgendermaßen erarbeiten: wir werden Schriftblöcke aus 2. Korinther 8 lesen und dann werden wir erforschen, was diese uns zum Thema Geben sagen.

2. Korinther 8:1-4: Was wurde gegeben, wie und zu welchem Zweck ?

Zum Studienanfang lesen wir aus 2. Korinther 8:1-4:

„Wir tun euch aber, Brüder, die Gnade Gottes kund, die in den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist, dass bei großer Bewährung in Bedrängnis sich der Überschwang ihrer Freude und ihre tiefe Armut als überreich erwiesen haben in dem Reichtum ihrer Aufrichtigkeit im Geben. Denn nach Vermögen, ich bezeuge es, und über Vermögen waren sie aus eigenem Antrieb willig und baten uns mit vielem Zureden um die Gnade und die Beteiligung am Dienst für die Heiligen.“

Dieser Abschnitt aus 2. Korinther 8 spricht über die Gläubigen, die Menschen, die die Kirchen in Mazedonien aufgebaut haben. Paulus beschreibt hier wie sie gegeben haben und trotz der Tatsache, dass noch viel mehr zu finden ist in diesem Abschnitt, habe ich folgendes notiert:

1. Was sie gaben war ein Geschenk. Was als Dienst für die Heiligen im Zeitalter der Gnade beschrieben war, wird nicht „der Zehnte“ genannt, sondern „Gnade“. Das Geben des Zehnten bezieht sich auf das Zeitalter des Gesetzes. Im Zeitalter der Gnade gibt es nicht mehr den Zehnten geben sondern „Gnade geben“.

2. „Sie waren aus eigenen Antrieb willig“ (2. Korinther 8:3). Es lohnt sich wieder hier zum Griechischen Text zu gehen. Das Wort, welches dort benutzt wird ist „authairetos“. Das Vine Übersetzungsbuch sagt über dieses Wort:

„authairetos kommt von auto, selbst, und haireomai, zu wählen, selbsterwählt, freiwillig, auf eigene Anweisung, man findet es im 2. Korinther 8:3 und 17, von den Kirchen aus Mazedonien als Geschenk an die armen Heiligen und von Titus, der den Willen hatte dort hin zu gehen um die Kirche in Korinth zu ermahnen dies auch zu tun“. (Vine´s expository dictionary of the New Testament words, Mac Donald Publishing company, S.25. die Hervorhebung ist hinzugefügt)

Die Gläubigen in Mazedonien standen NICHT unter dem Druck zu Geben. Was sie gaben, gaben sie freiwillig. Und wieder gibt es einen großen Unterschied zum Zehnten geben. Der Zehnte war Pflicht im Alten Testament. Wie auch immer, was wir hier haben ist keine Pflicht. Was wir hier haben ist nicht den Zehnten geben sondern etwas völlig anderes. Es ist eine freiwillige Abgabe an die Heiligen, abgegeben aus freiem Willen und von den Menschen ein selbst entschiedenes Abkommen. Im Gegensatz hierzu werden wir heute viele Menschen über den Zehnten predigen hören und dass die Menschen dies Gott und der Kirche schulden, und wenn sie dies nicht geben, betrügen sie Ihn. Dadurch werden Leute gezwungen, aus Schuldgefühlen heraus das zu tun, was auch immer der Sprecher sagt. Das hat offensichtlich nichts mit freiem Willen, freiwilliger Abgabe zu tun von dem Paulus hier spricht.

3. „am Dienst für die Heiligen“ ( 2. Korinther 8:4). Nun für was war dieses Geschenk? Es war für den Dienst an den Heiligen. Paulus sagt uns mehr über diesen „Dienst“ in Römer 15:25-26:

„nun aber reise ich nach Jerusalem im Dienst für die Heiligen. Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind.

Dies war die letzte Reise von Paulus nach Jerusalem. Dort wurde er gefangen genommen. Er sagt über den Grund seiner Reise in Apostelgeschichte 24.17: „Nun nach mehreren Jahren kam ich um Almosen und Opfer für meine Nation zu bringen“. Wie wir hier sehen, waren der Dienst an den Heiligen, die Gnadengeschenke, die die Gläubigen in Mazedonien und Achaia (Korinth) frei gegeben haben, die freiwilligen Gaben, Gaben „für die Armen unter den Heiligen die in Jerusalem waren“ (Römer15:26). Das Geld ging an die armen Brüder und Schwestern. Diese armen Kirchenmitglieder waren das Ziel des Gebens. Dienst an den armen Heiligen bekommt eine Menge Aufmerksamkeit in den Schriften. Johannes, Jakobus und Petrus sagte Paulus:

Galater 2:10
„und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben worden ist, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas den Handschlag der Gemeinschaft, damit wir unter die Nationen gingen, sie aber unter die Beschnittenen. Nur sollten wir der Armen gedenken, was zu tun ich mich auch befleißigt habe.“

Jakobus, Petrus und Johannes sagten eine Sache zu Paulus: „gedenke der Armen“! Und Paulus führte es aus. Die Menschen von heute geben ihren Zehnten der Kirche in die sie am Sonntag gehen, vieles davon ist für administrative Ausgaben mit einem kleinen Teil (wenn überhaupt) für die Armen. In der Kirche des Neuen Testamentes aber war es umgekehrt: die Menschen gaben nicht unfreiwillig - aus Schuldgefühlen heraus - sondern freiwillig und trotzdem es noch andere Zwecke zum Geben gibt (wie wir später sehen werden), war Geben an die armen Heiligen wahrscheinlich der wichtigste Grund.

2. Korinther 8:5-8: Ermahnung zum Geben: Wie machte es Paulus?

Im 2. Korinther 8:5-8 ermahnt Paulus die Gläubigen zu geben. Lasst uns sehen wie er es tat:

2. Korinther 8:5-8
„ Und nicht nur so, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn und dann uns durch Gottes Willen, so dass wir Titus zugeredet haben, er möge bei euch ebenfalls dieses Gnadenwerk auch so vollenden, wie er es früher angefangen hatte. Aber so wie ihr in allem überreich seid: in Glauben und Wort und Erkenntnis und allem Eifer und der Liebe, die von uns in euch geweckt ist, so möget ihr auch in diesem Gnadenwerk überströmend sein. Nicht befehlsweise spreche ich, sondern um durch den Eifer anderer auch die Echtheit eurer Liebe zu prüfen.

Paulus ermahnte die Gläubigen im Überfluss zu geben. „In diesem Gnadenwerk überströmend zu sein“ (2. Korinther 8:7), sagt er ihnen. Aber beachte wie freundlich er ist. Siehe was er im nächsten Satz sagt: „Nicht befehlsweise spreche ich“. Du wirst im gesamten Neuen Testament nicht den Zwang und die Sprache wieder finden, die in den heutigen Kirchen herrscht, wenn es ums Geben oder den „Zehnten geben“ geht. Du wirst weder Christus, Paulus, Petrus, Johannes oder andere nötigende Menschen in der Bibel finden, die Maleachi rezitieren und andere alttestamentarische Verse, die sagen, sie sollen den „Zehnten“ geben oder sie werden …verdammt (das wird in manchen der modernen Predigten zum „Zehnten geben“ impliziert). Paulus weiß davon gar nichts. Er ermahnt freundlich die Korinther, dass sie in dem Gnadenwerk überströmend sein sollen und macht deutlich, dass er nicht befehlsweise spricht. Er befiehlt nicht, sondern ermahnt sie dies zu tun. Er hatte für die armen Heiligen kein Budget zu erreichen. Er bekam keine bestimmte Summe von der Zentrale genannt und ging nun umher um die Menschen unter Druck zu setzen diese zu erreichen. Was er tat war die Wahrheit zu sagen. Wie er sagte: „um durch den Eifer anderer auch die Echtheit eurer Liebe zu prüfen.“ (2. Korinther 8:8). Keine leeren Worte, sondern echte Hilfe.

2. Korinther 8:10-15: Geben aus Wollen und in Übereinstimmung mit dem was man hat

2. Korinther 8:10-11
„Und darin sage ich meine Meinung; denn das ist euch nützlich, die ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen. Nun aber vollbringt auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu wollen, ihr auch geneigt seid zu vollbringen nach dem Maß dessen, was ihr habt.“

Dieser Vers handelt vom Verlangen danach zu geben und dieses Verlangen umzusetzen. Der erste Teil dieser Passage zeigt, wie wichtig es nicht nur ist zu geben, sondern DIES auch ZU WOLLEN. Es ist Wollen und den Willen umzusetzen was Gott von seinem Volk will. Nichts von diesen beiden geht alleine. Gott möchte nicht, dass Du geben willst aber niemals danach handelst! Immer nur sagen: „ Wie toll wäre es, wenn ich dieses Geschenk zum Dienst dieser Heiligen geben würde“ aber es niemals in die Tat umsetzen, obwohl Du die Mittel hast. Das ist Heuchelei. Und umgekehrt, Er möchte nicht, dass Du ohne herzliches Wollen gibst, auf Befehl, durch den Zwang den jemand auf Dich ausübt. Behalte dies immer im Gedächtnis. Beim Geben ist beides wichtig, das Wollen und das Handeln aufgrund des Willens. Die Motivation zum Geben ist der Wille in Deinem Herzen. Und wie uns Philipper 2:13 sagt:

„Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“

Gott wirkt in uns damit wir wollen, den Willen haben, möchten, und dann das tun was Gott wohl gefällt. Nochmals, wie wir beobachten, der Weg wie Gott wirkt ist indem er uns ein Verlangen in unser Herz gibt. Dies ist der vorrangige Weg den Er nutzt um uns zu motivieren. Zwang und Schuld sind falsche und unwirksame Motivatoren.

Nun, wenn wir vom Wollen sprechen, und wie wir noch ausführlicher in unserem Studium von 2. Korinther 9 sehen werden, hat ein echter Christ, welcher die Liebe Gottes in sich trägt, den Wunsch, seinen armen Brüdern zu helfen. Johannes macht es klar indem er sagt, dass, wenn jemand seinen Bruder in Not sieht und er die Mittel hat ihm zu helfen, sollte er es auch tun. „Denn wie kann Gottes Liebe in einem Menschen bleiben, dem die Not seines Bruders oder seiner Schwester gleichgültig ist, obwohl er selbst alles im Überfluss besitzt“ ( 1. Johannes 3:16-18)

Weiter in 2. Korinther 8:

2. Korinther 8:10-15
„Und ich gebe hierin eine Meinung ab; denn das ist euch nützlich, die ihr nicht allein das Tun, sondern auch das Wollen vorher angefangen habt - seit vorigem Jahr. Nun aber vollendet auch das Tun, damit, wie die Bereitwilligkeit des Wollens, so auch das Vollbringen da ist, nach dem, was ihr habt. Denn wenn die Bereitwilligkeit da ist, so ist sie willkommen nach dem, was sie hat, und nicht nach dem, was sie nicht hat. Denn das sage ich nicht, damit andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis, sondern nach Maßgabe der Gleichheit: In der jetzigen Zeit diene euer Überfluss dem Mangel jener, damit auch der Überfluss jener für euren Mangel diene, damit Gleichheit entstehe; wie geschrieben steht: "Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluss, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel."

In diesem Vers sind so viele Wahrheiten, die viel, viel mehr gepredigt werden sollten, mehr als das Alttestamentarische „Zehnten geben“. Paulus sagt zu den Korinthern über das Geben, dass sie geben sollten „ je nach dem was ihr habt“! Nun, wenn den Zehnten geben Gültigkeit im Neuen Testament hat - was nicht so ist - würde ich erwarten, dass Paulus ein klares Statement abgeben würde: „Ihr gebt 10% Eures Einkommens. Monatlich.“ Sagt er irgendwas in diesem Sinne? Du hast es vielleicht (direkt oder indirekt) in einer Predigt von einer Kanzel gehört, aber Du wirst so etwas nicht im Wort Gottes hören! Und rate mal wessen Wort am Ende gilt?! „ Je nach dem was ihr habt“ bedeutet „ im Hinblick auf das was Du hast“ und damit da keine Missverständnisse aufkommen, macht Paulus es sehr deutlich: „und nicht nach dem, was sie nicht hat.“ (2. Korinther 8:12)! Heutzutage zwingen manche Kirchen (freundlich oder anders) ihre Mitglieder ihren Zehnten (d.h. 10% ihres Einkommens) an die Gemeinde abzugeben. Weit entfernt von der Tatsache, dass so ein Aufruf falsch ist, gibt es auch keine Berechtigung dazu. Von der armen Familie, die sich gerade so durchbringen kann, wird erwartet, dass sie 10% ihres Einkommens an die Kirche abgeben soll. Ihnen wird erzählt, dass Gott sie noch mehr segnen wird, wenn sie das machen. Die Sache ist, dass der Neue Bund so ein Geben nicht kennt. In Übereinstimmung mit dem Wort heißt es, dass man das gibt, je nachdem was man hat. Du kannst nicht von den Bedürfnissen Deiner eigenen Familie nehmen um die einer anderen Familie zu decken, geschweige denn die Bedürfnisse einer kirchlichen Organisation (Rechnungen, Gehälter usw.). Das ist was das Wort Gottes sagt. Du kannst nur das geben was Du hast. Hast Du es nicht, kannst Du es nicht geben. So wie Paulus zu Timotheus spricht:

1 Timotheus 5:7-8
„Und dies gebiete, damit sie untadelig seien! Wenn aber jemand für die Seinen und besonders für die Hausgenossen nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlechter als ein Ungläubiger.“

Zuerst bist Du verantwortlich für die Menschen Deines Haushalts und die Deinigen d.h. Menschen die abhängig von Dir sind. Wer auch immer dies nicht tut, ist schlechter als ein Ungläubiger. Wenn diese Bedürfnisse gedeckt sind, kannst Du über die Bedürfnisse derer nachdenken, die außerhalb Deines Haushalts sind. Es hängt von dem ab was Du hast, nachdem die Bedürfnisse Deiner Familie gedeckt worden sind. So stellt Paulus es auch in der oben genannten Passage aus 2. Korinther 8:13-14 klar:

„Denn das sage ich nicht, damit andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis, sondern nach Maßgabe der Gleichheit: In der jetzigen Zeit diene euer Überfluss dem Mangel jener, damit auch der Überfluss jener für euren Mangel diene, damit Gleichheit entstehe; wie geschrieben steht: "Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluss, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel."“

Paulus hatte nicht die Absicht, dass den Armen in Jerusalem dadurch geholfen wird, indem die Korinther verarmen! Er meinte keinesfalls die einen in Bedrängnis zu bringen, damit die anderen es leichter haben. Sie sollen im Rahmen ihrer Fülle helfen. Es war diese Fülle, die den Mangel der Armen in Jerusalem zu dieser Zeit beseitigen würde, so dass die Fülle dieser, jetzt Armen, Heiligen irgendwann den Mangel der Korinther beseitigen konnte.

Desweiteren, wir haben es vorher erwähnt, dass das Geschenk an sich nicht genug ist. Da muss ein Herzenswunsch zum Geben sein. Es darf nicht auf Befehl geschehen! Und in 2. Korinther 8:12 wiederholt es Paulus noch einmal: „Denn wenn die Bereitwilligkeit da ist, so ist sie willkommen nach dem, was sie hat, und nicht nach dem, was sie nicht hat“ Bereitwilligkeit, ein wollendes Herz, ist die Voraussetzung für ein Geschenk. Wenn (erstens) die Bereitwilligkeit da ist, dann ist (zweitens) das Geschenk akzeptiert „nach dem, was sie hat, und nicht nach dem, was sie nicht hat“ (2. Korinther 8:12).

Um es zusammen zu fassen was 2. Korinther 8:10-15 uns sagt: um ein Geschenk annehmbar zu machen, ist ein wollendes Herz Voraussetzung. Es muss eine Bereitwilligkeit da sein, ein Wille, ein Verlangen zu geben. Und aus diesem Verlangen heraus sollte man geben. Er sollte geben nicht im Hinblick auf das was er nicht hat, sondern auf das was er hat. Die Gleichheit wird nicht erreicht durch das Geben aus Deinem Mangel, sondern durch das Geben aus Deiner Fülle, aus Deinem Überfluss, um den Mangel eines anderen zu beheben. Dein Überfluss wird reduziert und vielleicht ganz gelöscht, aber der Mangel eines anderen wird reduziert und vielleicht auch ganz behoben. Das ist neutestamentarisches Geben. Das sind Gnadengaben!

2. Korinther 8:16-21: Transparenz in der Verwaltung des Geschenkes

Weiter mit 2. Korinther 8 und zu den Versen 16-21

„Gott aber sei Dank, der denselben Eifer für euch in das Herz des Titus gegeben hat; denn er nahm zwar das Zureden an, doch weil er noch eifriger war, ist er aus eigenem Antrieb zu euch gegangen. Wir haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen der Verkündigung des Evangeliums durch alle Gemeinden verbreitet ist. Aber nicht allein das, sondern er ist auch von den Gemeinden zu unserem Reisegefährten in diesem Gnadenwerk gewählt worden, das von uns besorgt wird zur Herrlichkeit des Herrn selbst und als Beweis unserer Bereitwilligkeit; denn wir suchen das zu verhüten, dass uns jemand übel nachredet dieser reichen Gabe wegen, die von uns besorgt wird; denn wir sind auf das Rechte bedacht, nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen

Ich möchte den Fokus auf den Teil des oben stehenden Verses legen, den ich hervorgehoben habe. Paulus sammelte nicht nur Abgaben für die armen Heiligen, er sorgte auch dafür, dass niemand ihm und seinem Team übel nachredet „dieser reichen Gabe wegen, die von uns besorgt wird“ (2. Korinther 8:20). Für was sollten sie ihnen übel nachreden? Dass sie die Gabe unpassend gebrauchen. Dass sie sie für sich selbst benutzen. Dass sie das eine sagen und das andere tun. Um dies zu verhindern hat Paulus einen Bruder mit sich, der von den Kirchen ausgesucht wurde, um mit ihm und diesem Geschenk zu reisen. Wenn Du die Geschenke von Gottes Leuten verwaltest, tu was Paulus tat: ergreife Maßnahmen, so dass niemand Dir übel nachreden kann in der Verwaltung dieser Geschenke. Sei transparent. So transparent wie möglich! Gib regelmäßige Informationen von dem was Du mit dem Geld gemacht hast. Was wurde empfangen, für was wurde es ausgegeben, was ist übrig geblieben? Bekomme Zeugnisse denen die Menschen vertrauen. Nichts sollte verdeckt bleiben. Wir müssen offen und transparent sein mit Geschenken. Paulus achtete darauf, ehrenhafte Dinge zu tun, nicht nur aus der Sicht Gottes sondern auch aus der Sicht von Menschen. So müssen wir auch handeln.

2. Korinther 8: Schlussfolgerung

2. Korinther 8 und 9 sind voll von Informationen zum Thema Geben und wie man in der Zeit des Neuen Testamentes damit umgeht. In diesem Artikel haben wir 2. Korinther 8 bearbeitet; wir werden im nächsten Artikel 2. Korinther 9 behandeln. Zusammenfassend was wir jetzt von 2. Korinther 8 gelernt haben:

i) 2. Korinther 8 spricht über Geschenke und Gnadengaben. Es geht nicht um Zehnten oder Zehntgeber sondern um Geschenke und Geber.

ii) Der Zweck der Geschenken war die Unterstützung der armen Heiligen in Jerusalem (2. Korinther 8:4). Unterstützung der armen Heiligen ist aber nicht der einzige Zweck den Geschenke haben können. Wir werden mehrere Zwecke sehen. Trotzdem ist das Geben an Arme einer der wichtigsten Gründe. Ich glaube, dass, gemäß des Wortes Gottes, die Unterstützung der armen Heiligen eine sehr hohe Priorität beim Geben des Einzelnen und beim Geben einer Versammlung haben sollte.

iii) Menschen sollten freiwillig geben und nicht dazu gezwungen werden (2. Korinther 8:5-8).

iv) Aus dem gleichen Zusammenhang: der Wunsch sollte die Vorbedingung zum Geben sein. Es war der erste Motivator. Es ist in 2. Korinther 8 kein Platz für Gaben aus Schuldgefühlen oder „weil es obligatorisch ist“ (2. Korinther 8:10-15).

v) Die Leute sollten so geben, wie es dem entspricht was sie hatten, und nicht was sie nicht hatten. Es gibt keine prozentuale Angabe wie viel jemand geben sollte. Alles war eine Kombination aus a) dem Wunsch und b) der Möglichkeit d.h. „entsprechend dem was er hat“ (2. Korinther 8:12)

vi) Letztendlich ergriff Paulus Maßnahmen, damit keiner die Gelegenheit bekommt, ihm etwas vorzuwerfen was die Verwaltung dieses Geschenkes angeht. Er war total transparent hinsichtlich des Geschenkes und wie es gebraucht wurde (2. Korinther 8:20).

Anastasios Kioulachoglou

Anastasios Kioulachoglou