Biblische Wahrheiten
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Bileams Weg (PDF) PDF-Ausgabe

"Bileams Weg"



Wir finden die Aufzeichnung von Bileam in 4. Mose 22-24. Israel, auf dem Weg in das verheißene Land, lagerten sich in “den Ebenen Moabs, jenseits des Jordan bei Jericho” (4. Mose 22:1). Das ängstigte Balak, den König der Moabiter, und er sandte einen Botschafter nach Petor – einen Ort in Mesopotamien, einige hundert Kilometer entfernt – um Bileam zu holen. Die Aufgabe, die er für ihn hatte, wird in 4. Mose 22:5-6 berichtet:

4. Mose 22:5-6
“Und er sandte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Petor, das am Strom liegt, in das Land der Söhne von Ammo, um ihn zu rufen. Und er ließ ihm sagen: Siehe, ein Volk ist aus Ägypten ausgezogen; siehe, es bedeckt die Fläche des Landes, und es liegt mir gegenüber. Und nun komm doch, verfluche mir dieses Volk! Denn es ist stärker als ich. Vielleicht gelingt es mir, dass wir es schlagen und ich es aus dem Land vertreibe. Denn ich habe erkannt: Wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht.”

Bileam war bekannt dafür, dass „Wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht.“ (4. Mose 22:6). Wenn jemand den ganzen Bericht in 4. Mose 22-24 liest, wird er merken, dass Bileam ursprünglich eine göttliche Einstellung hatte. Als die Diener Balaks auf ihn zu kamen, versprach er ihnen nur, ihre Bitte vor Gott zu legen. Als Gott ihm sagte, nicht mit ihnen zu gehen, gehorchte er und schickte sie weg. Das ist, was ein Mann auf dem rechten Weg tun würde und so geschah es auch. Er ging offensichtlich diesen Weg. Jedoch versuchte es Balak nochmals. Nach einigen Tagen kamen noch mehr Prinzen, noch höher gestellte, zu Bileam und versprachen ihm große Ehre und Reichtum, wenn er nur hingehen und Israel verfluchen würde. Ein Mann dessen Herz Gott 100 prozentig folgt, würde nicht zögern: er würde nochmals die Prinzen wegschicken, da Gott es bereits deutlich gemacht hat, dass er nicht mit ihnen gehen sollte. Aber Bileam tat das nicht. Stattdessen sagte er, dass er das nochmals mit Gott besprechen müsste. Obwohl das an sich noch gut ist und bestimmt besser, als sofort mit ihnen zu gehen ohne das mit Gott vorher zu besprechen, zeigt es bereits einen ersten Riss, eine Unsicherheit, eine Absicht Balaks Vertreter nicht unzufrieden zurück zu schicken. Du fragst Gott nur dann nochmals nach etwas was Du immer noch willst, wenn Du nicht damit einverstanden bist mit dem, was Er Dir als Erstes gesagt hat. Und so geschah es hier. Bileam wollte mit ihnen gehen; die Geschenke und die Ehre waren zu groß, als dass er sie verschmähen konnte. Auf der anderen Seite wollte er auch Gott gegenüber nicht ungehorsam sein! Er wäre glücklich, wenn er hingehen und Israel verfluchen könnte, die Geschenke bekommen und in Übereinstimmung mit Gott sein – so ähnlich wie es uns manchmal ergeht: ich möchte meinen Willen tun, deshalb ändere bitte Deinen, Gott, lass mich meinen tun und alles ist ok! Als Gott Bileam so sah, sagte Er Bileam zu gehen, aber nur wenn die Männer wieder kämen und ihn rufen würden. Jedoch sehen wir ihn bereits am morgen auf einem Esel, bereit zur langen Reise! Er wollte keine Minute verlieren und auf keinen warten, der ihn rufen würde! Deshalb entbrannte Gottes Zorn und Er sandte Seinen Engel, um ihm zu widerstehen. Bileams Esel rettete sein Leben, da dieser, als er den Engel sah, versuchte, ihm auszuweichen. Der Engel sagte Bileam zu gehen, jedoch NUR die Worte zu sagen, die Gott ihm sagen würde. Warum musste Gott zu ihm sagen “Aber NUR das, was ich dir sagen werde, sollst du reden!” (4. Mose 22:35)? Es war eine Warnung an Bileam, nicht von Seinem Wort abzuweichen. Wie wir sehen werden, befolgte er dies nicht vollständig. Bileam zog deshalb los und traf Balak. Trotz der Tatsache, dass Balak ihn zu verschiedenen Orten führte, die es ihm leicht machen würde, Israel zu verfluchen, hielt Bileam Wort gegenüber Gott und sprach nur Seine Worte aus, die Israel segneten. Balak war sehr verärgert! Hier ist was er Bileam sagte, nachdem dieser zum dritten Mal Israel segnete: “Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet, jetzt bereits dreimal! Und nun fliehe an deinen Ort! Ich hatte gesagt, ich wolle dich hoch belohnen, siehe, der HERR hat dir den Lohn verwehrt.” (4. Mose 24:10-11).

Bileam: ein nicht nachzuahmendes Beispiel

Es sieht so aus, als wenn Bileam für Gott einstand. Er sprach nur Sein Wort aus und obwohl er Balaks Prinzen begleitete, sagte er nur das, was Gott wollte. Er wich nicht davon ab. Man könnte sich sogar fragen, warum es in 2. Petrus 2:15 wie auch an anderen Stellen, die wir später noch sehen werden, heißt, dass sein Beispiel nicht nachgeahmt werden sollte. Sicherlich wollte er zu Balak gehen und vielleicht hatte er nur Augen für die Geschenke. Jedoch sieht es so aus, als wenn er nicht von Gottes Worten abwich und er schließlich den Ort mit leeren Händen verließ. Er gehorchte Gott trotz der Tatsache, dass dies den Verlust der Geschenke und der Ehre bedeutete, die ihm versprochen waren. Oder war es nicht so?

Bileam wird als ein Beispiel genannt, das vermieden werden soll, in 2. Petrus, Judas und in der Offenbarung. Das mag ungerechtfertigt gemäß den Aufzeichnungen, die wir bisher gesehen haben, erscheinen, aber beim Weiterlesen werden wir den Grund erkennen:

4. Mose 25:1-5, 9
“Und Israel blieb in Schittim. Und das Volk fing an Unzucht zu treiben mit den Töchtern Moabs; und diese [die Frauen von Moab] luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter ein, und das Volk aß und warf sich nieder vor ihren Göttern. Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel. Und der HERR sprach zu Mose: Nimm alle Häupter des Volkes und hänge sie dem HERRN auf vor der Sonne, damit die Glut des Zornes des HERRN sich von Israel abwende. Und Mose sagte zu den Richtern Israels: Erschlagt sie, jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben! …. Und die Zahl der an der Plage Gestorbenen war 24 000.”

Wie kam es dazu, dass die moabitischen Frauen wussten, wie sie die Israeliten verführen konnten? Wie kam es dazu, dass sie kamen, sie dazu brachten, Unzucht mit ihnen zu treiben, sie zu ihren Opferriten einluden und vor ihren falschen Göttern niederwerfen ließen? Gott gefiel das nicht, Sein Zorn entbrannte und 24.000 Israeliten verloren ihr Leben in der darauf folgenden Plage. Wer war es, der diese bösen Pläne ausheckte, die so eine Zerstörung über Israel brachte? 4. Mose 31:15-16 und Offenbarung 2:14 beantworten uns diese Frage:

4. Mose 31:15-16
“und Mose sagte zu ihnen: Habt ihr alle Frauen am Leben gelassen? Siehe, sie sind ja auf den Rat Bileams den Söhnen Israel ein Anlass geworden, in der Sache mit dem Peor eine Untreue gegen den HERRN zu begehen, so dass die Plage über die Gemeinde des HERRN kam.”

und Offenbarung 2:14 (der Herr Jesus spricht zu dem Engel der Kirche in Pergamos)
“Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die Söhne Israels hinzustellen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.”

Derjenige, der Moab lehrte, wie Israel in die Falle zu locken war, war Bileam. Wir sahen es bereits, wie empfänglich er für Geschenke und Ehre war. 2. Petrus 2:15-16 berichtet uns, dass er diese LIEBTE:

2. Petrus 2:15
“Sie verlassen den richtigen Weg und gehen in die Irre und folgen dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, DER DEN LOHN DER UNGERECHTIGKEIT LIEBTE, empfing aber eine Strafe für seine Übertretung: Das stumme Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.”

Bis zu 4. Mose 24 war Bileam ein Prophet Gottes, ein Botschafter Gottes. Er ging auf dem rechten Weg. ABER nicht bis zum Ende. Er verließ ihn augenscheinlich und ging in die Irre, weil er “den Lohn der Ungerechtigkeit liebte”. Er begann gut, endete jedoch schlimm. Es ist nicht nur wichtig, auf dem richtigen Weg zu beginnen. Es ist ebenfalls wichtig, auf ihm bis zum Ende zu bleiben. Bileam begann gut, machte jedoch nicht gut weiter. Er wurde schließlich von den Israeliten getötet, als diese Midian1 übernahmen . In der Aufzeichnung über seinen Tod (Joshua 13:22) wird er nicht länger als „Prophet“ sondern als “Wahrsager” bezeichnet. Er begann als Prophet, als Botschafter Gottes, endete jedoch als Wahrsager, als Gottes Feind.

Bileam in 2. Petrus und in Juda

Bileam wurde von einem Botschafter Gottes zu einem falschen Lehrer, der Gottes Volk verführte (Offenbarung 2:14). Er war auf dem richtigen Weg, verließ ihn jedoch und ging verloren. Das ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass er von verschiedenen Quellen dreimal im Neuen Testament als ein Beispiel zitiert wird, welches vermieden werden sollte. Wir haben die entsprechenden Aufzeichnungen in der Offenbarung gesehen, hier die anderen beiden in 2. Petrus und Judas:

2. Petrus 2:15-16
SIE verlassen den richtigen Weg und gehen in die Irre und folgen dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte, empfing aber eine Strafe für seine Übertretung: Das stumme Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.”

und Judas 11
“Weh ihnen! Denn SIE gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korachs.”

Beide, sowohl 2. Petrus als auch Judas, beziehen sich auf jene, die Bileams Weg folgen. Wer sind diese Menschen? Was haben sie getan? Haben sie Gemeinsamkeiten mit Bileam und wenn ja, welche? Wie passt diese alttestamentarische Persönlichkeit in die heutige Gnadenzeit? Wir werden die Antwort in der Schrift finden. Beginnend mit 2. Petrus geht das Wort “sie” auf die ersten Verse zurück, wo wir lesen:

2. Petrus 2:1-3
“Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben. Und viele werden ihnen folgen in ihren Ausschweifungen; um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen. Das Gericht über sie bereitet sich seit langem vor, und ihr Verderben schläft nicht.”

Wir werden mit weiteren Informationen über diese falschen Lehrer fortfahren. Aber lasst uns zuerst deren Ursprung deutlich machen. Dies wird in den Versen 1, 15 und 20-21 deutlich. Dort lesen wir:

2. Petrus 2:1
“Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben.”

2. Petrus 2:15
Sie verlassen den richtigen Weg und gehen in die Irre

und 2. Petrus 2:20-21:
“ Denn wenn sie durch die Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus entflohen sind dem Unrat der Welt, werden aber wiederum in diesen verstrickt und von ihm überwunden, dann ist's mit ihnen am Ende ärger geworden als vorher. Denn es wäre besser für sie gewesen, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als dass sie ihn kennen und sich abkehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.”

Das soeben zitierte macht deutlich:

• Diese Menschen waren Menschen, die der Herr erkauft hatte.

• Es waren Menschen, die dem Unrat der Welt entkommen waren durch die Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus2.

• Sie kannten den Weg der Gerechtigkeit und die heiligen Gebote waren ihnen übermittelt worden3.

• Sie hatten den richtigen Weg verlassen, was soviel bedeutet, dass sie ihn einst gingen.

Die falschen Lehrer, von denen das Wort Gottes hier spricht, sind keine Ungläubige, sondern Gläubige, oder um genau zu sein, Menschen, die als Gläubige begannen. Was sonst sollten Menschen sein, die von Gott erkauft waren, den Herrn gänzlich kannten und denen die heiligen Gebote gegeben waren? Wie Bileam begannen sie auf dem richtigen Weg, verließen diesen jedoch und wandten sich falschen Lehrern zu, um sich verderbliche Irrlehren zuzuwenden und Gottes Volk durch erdichtete Worte zu gewinnen suchen! Falls wir denken, dass dem Thema über diese falschen Lehrer nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte, da wir schließlich wenige gesehen haben, die öffentlich “verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat”, liegen wir falsch. Gott widmete einen großen Teil von 2. Petrus und fast das ganze Buch Juda diesen Betrügern. Das ist in der Tat etwas, wo das Wort Gottes “ACHTUNG” sagt!! 2. Timotheus 2:15 sagt uns:

2. Timotheus 2:15
“Strebe danach, dich Gott bewährt zur Verfügung zu stellen als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit in gerader Richtung schneidet! ”

Es ist unsere Verantwortung, das Wort der Wahrheit in der richtigen Weise auszuteilen und ohne eine starke Gründung in ihm wird es unmöglich sein, vor den falschen Lehrern, die umhergehen, geschützt zu sein. Zurück zu 2. Petrus zu den Versen 10-22, wo es damit weiter geht:

2. Petrus 2:10-22
“besonders aber die, die in befleckender Begierde dem Fleisch nachlaufen und Herrschaft verachten, Verwegene, Eigenmächtige; sie schrecken nicht davor zurück, Herrlichkeiten zu lästern, wo Engel, die an Stärke und Macht größer sind, nicht ein lästerndes Urteil gegen sie beim Herrn vorbringen. Diese aber, wie unvernünftige Tiere, von Natur aus zum Eingefangenwerden und Verderben geboren, lästern über das, was sie nicht kennen, und werden auch in ihrem Verderben umkommen, wobei sie um den Lohn der Ungerechtigkeit gebracht werden. Sie halten sogar die Schwelgerei bei Tage für ein Vergnügen, Schmutz- und Schandflecke, die in ihren Betrügereien schwelgen und es sich zusammen mit euch gut gehen lassen; sie haben Augen voller Begier nach einer Ehebrecherin und lassen von der Sünde nicht ab, indem sie ungefestigte Seelen anlocken; sie haben ein in der Habsucht geübtes Herz, Kinder des Fluches; sie sind abgeirrt, da sie den geraden Weg verlassen haben, und sind nachgefolgt dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte, aber eine Zurechtweisung der eigenen Gesetzlosigkeit empfing: Ein stummes Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten. Diese sind Brunnen ohne Wasser und Nebel, vom Sturmwind getrieben; und ihnen ist das Dunkel der Finsternis aufbewahrt. Denn sie führen geschwollene, nichtige Reden und locken mit fleischlichen Begierden durch Ausschweifungen diejenigen an, die kaum denen entflohen sind, die im Irrtum wandeln; sie versprechen ihnen Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind; denn von wem jemand überwältigt ist, dem ist er auch als Sklave unterworfen. Denn wenn sie den Befleckungen der Welt durch die Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus entflohen sind, aber wieder in diese verwickelt und überwältigt werden, so ist für sie das Letzte schlimmer geworden als das Erste. Denn es wäre ihnen besser, den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn erkannt haben, wieder abzuwenden von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot. Es ist ihnen aber nach dem wahren Sprichwort ergangen: Der Hund kehrt wieder um zu seinem eigenen Gespei, und: Die gewaschene Sau zum Wälzen im Kot.”

Gott widmet einen großen Teil von 2. Petrus, um diese falschen Lehrer zu beschreiben. Viele von ihnen sind heute da draußen und viele haben die Jahrhunderte hindurch gelebt, indem sie den Namen Gottes und Christus für ihre eigenen Zwecke genutzt haben, für Macht, Geld, Ehre. Sie folgen nicht dem Beispiel Christi sondern dem Bileams. 2. Petrus lässt keinen Zweifel über ihr Ende. So lesen wir:

• Sie bringen ein schnelles Verderben über sich selbst (2. Petrus 2:1).

• Das Gericht über sie bereitet sich seit langem vor, und ihr Verderben schläft nicht. (2. Petrus 2:3).

• „Denn wenn sie durch die Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus entflohen sind dem Unrat der Welt, werden aber wiederum in diesen verstrickt und von ihm überwunden, dann ist's mit ihnen am Ende ärger geworden als vorher. Denn es wäre besser für sie gewesen, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als dass sie ihn kennen und sich abkehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist. An ihnen hat sich erwiesen die Wahrheit des Sprichworts: Der Hund frisst wieder, was er gespien hat; und: Die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Dreck.“ (2. Petrus 2:20-22)

• ihr Los ist die dunkelste Finsternis. (2. Petrus 2:17).

Es gibt keine Rettung für diese Menschen sondern “die dunkelste Finsternis”. Aber “ist nicht die Rettung ein Gnadengeschenk?” werden einige sagen. Natürlich ist es das. Es ist ein Gnadengeschenk durch Glauben. (Epheser 2:8). Aber es ist offensichtlich, einige Menschen werden den Herrn verleugnen – und so auch den Glauben - und werden Seine Feinde werden, die Sein Volk verführen und zerstörerischen Irrlehren bringen. Sie sind in der Tat Bileam ähnlich. Er war ebenfalls auf dem geraden Weg, irrte jedoch ab und wurde von einem echten Propheten zu einem falschen Lehrer, der Gottes Feinde lehrte wie Sein Volk verführt werden konnte. “Ihr Los ist die dunkelste Finsternis”. Gemäß 2. Petrus “wäre [es] besser für sie gewesen, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, als dass sie ihn kennen und sich abkehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.” (2. Petrus 2:21).

Judas

Bileam wird ebenfalls im Buch Judas erwähnt, weitestgehend in der selben Art und dem gleichen Kontext wie in 2. Petrus. Judas beginnt sein Buch damit:

Judas 3
“Geliebte, da ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den ein für alle Mal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen.

Judas wollte mit seinem Brief die Gläubigen stärken und ermahnen, für den ein für alle Mal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen. Offensichtlich wurde dieser Glaube angegriffen. Dieser Glaube WIRD angegriffen und der Feind wird solange er hier ist nie aufhören anzugreifen. Wir müssen ernsthaft für diesen Glauben kämpfen und Judas fährt fort, indem er die Begründung dafür gibt in seinem Brief mit einem Kapitel:

Judas 4-19
“Denn gewisse Menschen haben sich heimlich eingeschlichen, die längst zu diesem Gericht vorher aufgezeichnet sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Ausschweifung verkehren und den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen. Ich will euch aber, obwohl ihr alles wisst, erinnern, dass der Herr, nachdem er das Volk einmal aus dem Land Ägypten gerettet hatte, zum zweiten Mal die vertilgte, die nicht geglaubt haben; und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter Finsternis verwahrt, wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden. Ebenso aber beflecken auch diese als Träumende das Fleisch, die Herrschaft aber verachten sie, Herrlichkeiten aber lästern sie. Michael aber, der Erzengel, wagte nicht, als er mit dem Teufel stritt und Wortwechsel um den Leib Moses hatte, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich! Diese aber lästern alles, was sie nicht kennen; alles, was sie aber von Natur aus wie die unvernünftigen Tiere verstehen, darin verderben sie sich. Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Bileams völlig hingegeben, und in dem Widerspruch Korachs sind sie umgekommen. Diese sind Flecken bei euren Liebesmahlen, indem sie es sich ohne Furcht mit euch gut gehen lassen und sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden fortgetrieben; spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal erstorben, entwurzelt; wilde Meereswogen, die ihre eigenen Schändlichkeiten ausschäumen; Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist. Es hat aber auch Henoch, der Siebente von Adam an, von ihnen geweissagt und gesagt: "Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Myriaden, Gericht auszuüben gegen alle und alle Gottlosen zu überführen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten Worten, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben." Diese sind Murrende, die mit dem Schicksal hadern und nach ihren Begierden wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte, und sie bewundern Personen um des Vorteils willen. Ihr aber, Geliebte, gedenkt der von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus vorausgesagten Worte! Denn sie sagten euch, dass am Ende der Zeit Spötter sein werden, die nach ihren gottlosen Begierden wandeln. Diese sind es, die Trennungen verursachen, irdisch gesinnte Menschen, die den Geist nicht haben.”

Es scheint, dass dieses dieselben Art von Menschen sind wie wir sie in 2. Petrus gesehen haben, zumindest was das Frucht bringen angeht. Sie sind Betrüger, die es nicht wagen sollten, sich Christen zu nennen. Wegen dieser falschen Lehrer – und es gibt heutzutage viele von ihnen – fühlte Judas eine ernsthafte Notwendigkeit, den Gläubigen zu schreiben, für den Glauben zu kämpfen, der ein für allemal den Heiligen gegeben wurde. Wir müssen für den Glauben kämpfen! Die Schrift ist der Grund unseres Glaubens – nicht die Doktrin, Ordnungen und Traditionen der Menschen, wer auch immer diese Menschen sind. Kolosser 2:8 warnt uns:

Kolosser 2:8
Seht zu, dass niemand euch einfange durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß!

auch in 2. Johannes 7-8
“Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist. Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt!”

Auch Judas und Petrus sagen uns:

Judas 20-25
“Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist, erhaltet euch in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben.”

2. Petrus 3:17-18
“Da ihr, Geliebte, es nun vorher wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrwahn der Ruchlosen mit fortgerissen werdet und aus eurer eigenen Festigkeit fallt! Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.

“So hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrwahn der Ruchlosen mit fortgerissen werdet”. Jeder von uns kann gegebenenfalls “durch den Irrwahn der Ruchlosen mit fortgerissen werden“. Niemand ist von dieser Warnung ausgeschlossen. Bileam begann auf dem richtigen Weg, verließ diesen jedoch. “Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!“, fährt Petrus fort. “Hüten” ist ein Teil der Handlung, Wachstum in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus die andere.

Es gibt viele Verführer dort draußen und sogar inmitten des Leibes Christi – deshalb wenden sich Petrus und Judas an die Gläubigen – und der einzige Weg sich vor ihren falschen Lehren zu schützen, ist die pure Milch des Wortes zu trinken. Der einzige Weg unser Haus zu bauen, so dass es nicht von etwas Feindlichem eingenommen wird, ist es auf Fels zu bauen, was laut Jesus Christus bedeutet, Gottes Wort zu hören und es zu tun (Matthäus 7:24-25). Bileam kannte das Wort Gottes; er befolgte es bis zu dem Punkt, in dem es mit seiner Lust auf Ehre und Reichtum kollidierte. Sobald das geschah, irrte er ab. Im Gegensatz dazu müssen wir den richtigen Weg gehen: den Weg Gottes Wort zu kennen und es zu jedem Preis zu tun. Wir wollen den Lauf beginnen, laufen und beenden und den Preis, den Gott für uns hat, vollständig erhalten.

Hebräer 12:1b-2
Deshalb lasst nun auch uns … jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.”

Anastasios Kioulachoglou

 



Fußnoten

1. Zu dieser Zeit war er von Mesopotamien weggezogen und lebte im Lande Midian, mit den Feinden Israels.

2. Das Wort “Erkenntnis” hier entspricht dem griechischen Wort “επίγνωσις” (epignosis) welches soviel bedeutet wie “exakte oder vollständige Erkenntnis” , “präzise oder weitere Erkenntnis, fundierte Erkenntnis; wahre Erkenntnis” (im Gegensatz zu dem Wort “gnosis” was einfach nur “Erkenntnis” bedeutet). Siehe auch Vines Expository Dictionary of New Testament Words, MacDonald Publishing Company, p.641 und The Companion Bible, Kregel Publications, Appendix 132.

3. Nochmals entspricht das Verb “kennen” dem Verb “επιγινώσκω” (epiginosko) was soviel bedeutet wie “alles gut kennen”, “genau und präzise zu kennen” (siehe ebenfalls die Quellen in der Fußnote 2)