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Apostelgeschichte 16

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Neue evang. Übersetzung,  Luther 1545,  Vulgate (Lateinisch),  King James Version (Englisch),  Westcott Hort (Griechisch),  

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StelleGottes Agenda
1Er gelangte jedoch auch nach Derbe und Lystra; und stell dir vor: Dort lebte ein gewisser Jünger mit Namen Timotheus, ein Sohn einer gläubigen jüdischen Frau, aber eines Vaters, der ein Grieche war;
2der erhielt von den Geschwistern in Lystra und Ikonium immer wieder ein gutes Zeugnis.
3Paulus wollte, dass genau der mit ihm fortzog, und so beschnitt er ihn, als er ihn aufgenommen hatte, wegen der Juden, die in den erwähnten Orten lebten; ihnen allen war nämlich klar, dass ein Grieche als sein Vater vorhanden war.
4Als sie aber durch die Städte reisten, gaben sie an sie immer wieder zum Befolgen die bereits von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem beschlossenen Verordnungen weiter.
5Die Versammlungen wurden jedenfalls immer wieder im Glauben gestärkt und quollen Tag für Tag zahlenmäßig über.
6Sie durchquerten jedoch Phrygien, eine galatische Gegend, weil sie vom Heiligen Geist daran gehindert worden waren, die Botschaft in Kleinasien zu verkünden.
7Als sie aber gegenüber von Mysien ankamen, unternahmen sie immer wieder den Versuch, nach Bithynien zu reisen, und doch ließ der Geist von Jesus sie nicht gehen.
8Nachdem sie an Mysien vorübergegangen waren, kamen sie nach Troas herunter.
9Und da erschien dem Paulus während einer Nacht eine Vision: Da war ein makedonischer Mann, der dastand und ihn einlud und sagte: "Komm uns zuhilfe, nachdem du nach Makedonien übergesetzt hast!"
10Sobald er aber die Vision gesehen hatte, bemühten wir uns sofort um die Abreise nach Makedonien, da wir folgerten, dass Gott uns gerade herbeigerufen hat, ihnen die gute Nachricht zu bringen.
11Nachdem wir von Troas ausgelaufen waren, fuhren wir geradeaus auf Samothraki zu, tagsdarauf nach Neustadt
12und von dort nach Philippi; diese Stadt ist von einem Teil Makedoniens sehr angesehen, eine Kolonie. Wir verweilten in dieser Stadt etliche Tage.
13Und beim Anbruch der Feiertage gingen wir hinaus außerhalb des Tores an einen Fluss, wo wir der Meinung waren, dass eine Gebetszeit stattfinden würde, und so redete wir immer wieder, wenn wir Platz genommen hatten, zu den zusammengekommenen Frauen.
14Und eine gewisse Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin der Stadt Thyatira, die Ehrfurcht vor Gott bekundete, hörte ständig zu. Deren Herz öffnete der Herr weit, um ihre Aufmerksamkeit auf das von Paulus Verkündete zu lenken.
15Sobald sie sich aber untertauchen ließ und auch ihre Hausbelegschaft, sprach sie eine Einladung aus mit den Worten: "Falls ihr bereits zum Ergebnis gekommen seid, dass ich an den Herrn gläubig bin, dann bleibt ruhig, nachdem ihr in mein Haus eingekehrt seid." Und sie drängte uns immer wieder.
16Es geschah jedoch, als wir zur Gebetszeit aufbrachen, dass uns irgendein Dienstmädchen entgegenging, die einen Orakelgeist hatte; diese verschaffte ihren Herren immer wieder großen Gewinn, wenn sie orakelte.
17Eben die schrie, während sie Paulus und uns begleitete, die Worte: "Diese Leute gelten als Leibeigene des höchsten Gottes, die machen euch einen Heilsweg bekannt."
18Dies veranstaltete sie aber viele Tage lang. Als Paulus jedoch verärgert war und sich umdrehte, sagte er zu dem Geist: "Kraft des Namens von Jesus, dem Messias, gebe ich dir die Anweisung, von ihr wegzugehen." Und so kam er in derselben Stunde heraus.
19Als aber ihre Herren erkannt hatten, dass die Aussicht auf Gewinn weggegangen war, schleppten sie Paulus und Silas nach ihrer Ergreifung auf den Versammlungsplatz zu den führenden Leuten hin
20und sagten, nachdem sie sie zu den Prätoren hingebracht hatten: "Diese Leute da bringen unsere Stadt durcheinander, es handelt sich um Juden;
21und sie machen Bräuche bekannt, die für uns, die wir als Römer leben, anzunehmen und auch auszuüben nicht erlaubt sind."
22Und so erhob sich der Pöbel gemeinsam gegen sie und die Prätoren befahlen nach dem Herunterreißen ihrer Gewänder, sie immer wieder mit Ruten zu schlagen,
23und so warfen sie sie, nachdem ihnen viele Wunden zugefügt worden waren, ins Gefängnis, wobei sie dem Gefängniswärter auftrugen, sie sicher zu verwahren.
24Der warf sie, als er eine derartige Anweisung erhalten hatte, in den inneren Kerker und schloss ihre Füße in einen Holzblock ein.
25Gegen Mitternacht jedoch sangen Paulus und Silas beim Beten immer wieder Loblieder auf Gott; die Gefangenen aber hörten sie sich an.
26Da ereignete sich plötzlich ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Fundamente des Kerkers ins Wanken gerieten. Augenblicklich öffneten sich alle Pforten und die Ketten von allen lösten sich.
27Als aber der Gefängniswärter aus dem Schlaf gerissen wurde und die gerade geöffneten Türen des Gefängnisses sah, hatte er, als er das Schwert zückte, die Absicht, sich umzubringen, in der Meinung, die Gefangenen seien bereits entflohen.
28Da rief Paulus mit voller Stimme, indem er meldete: "Tu dir auf keinen Fall selbst Böses an! Wir alle befinden uns nämlich hier."
29Da sprang er hinein, nachdem er ein Licht erbeten hatte, und fiel, zittrig geworden, vor Paulus und Silas hin
30und sagte, als er sie nach draußen geleitete: "Ihr Herren, was habe ich zu unternehmen, um verschont zu werden?"
31Sie aber erklärten: "Setz dein Vertrauen auf den Herrn Jesus und du selbst wirst gerettet werden und deine Familie!"
32Und so verkündeten sie ihm gleichzeitig mit allen in seinem Haus die Botschaft vom Herrn.
33Auch wusch er sie infolge der Wunden, nachdem er sie in jener Nachtstunde zu sich genommen hatte, und ließ sich auf der Stelle selbst untertauchen und all die Seinen.
34Und als er sie ins Haus heraufgebracht hatte, deckte er den Tisch und stieß Freudenrufe aus, weil er gerade mit der ganzen Familie an Gott gläubig geworden war.
35Als es aber Tag wurde, entsandten die Prätoren die Gerichtsdiener mit der Meldung: "Lass die besagten Leute frei!"
36Da berichtete der Gefängniswärter Paulus diese Worte: "Die Prätoren haben gerade Boten geschickt, damit ihr freigelassen werdet. Begebt euch nun also nach dem Hinausgehen in Frieden auf die Reise!"
37Paulus sagte jedoch zu ihnen: "Nachdem sie uns als unverurteilte Menschen, die Römer sind, öffentlich verprügelt hatten, haben sie uns ins Gefängnis geworfen; und jetzt werfen sie uns heimlich hinaus? Sicher nicht, sondern nachdem sie selbst gekommen sind, sollen sie uns herausführen!"
38Die Gerichtsdiener berichteten diese Aussprüche den Prätoren. Da bekamen sie Angst, weil sie hörten, dass es sich um Römer handelt,
39und so redeten sie ihnen nach ihrem Kommen gut zu und ersuchten sie, als sie sie herausgeführt hatten, immer wieder, sich von der Stadt zu entfernen.
40Nachdem sie aber aus dem Gefängnis herausgekommen waren, kehrten sie bei Lydia ein und als sie die Geschwister trafen, ermutigten sie sie und zogen los.







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