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Sprüche 8

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1Hört doch, wie die Weisheit ruft, / wie die Einsicht ihre Stimme erhebt!
2Sie steht an den Straßen, dass jeder sie sieht, / sie hat sich an die Kreuzungen gestellt,
3sie hält sich an den Stadttoren auf / und ruft an den Eingängen laut:
4"Euch, ihr Leute, lade ich ein! / An alle Menschen wende ich mich.
5Ihr Anfänger, lernt, was Klugheit ist! / Ihr Tagträumer, werdet endlich wach!
6Hört zu, ich gebe euch einen wertvollen Rat! / Die Aufrichtigkeit öffnet mir den Mund.
7Was ich sage, ist nichts als die Wahrheit, / denn ich verabscheue Gottlosigkeit.
8Alle meine Worte sind recht, / keins davon ist hinterlistig und falsch.
9Dem Einsichtigen sind sie alle recht / und dem, der sie verstehen will, klar.
10Sucht meine Unterweisung und nicht Silberschmuck! / Nehmt Erkenntnis lieber an als reines Gold!
11Weisheit ist besser als kostbare Perlen, / alle Juwelen ersetzen sie nicht."
12Ich, die Weisheit, bin mit der Klugheit im Bund. / Durch Umsicht finde ich Erkenntnis und Rat.
13Jahwe zu ehren heißt Böses zu hassen. / Ja, ich hasse Hochmut und Stolz / und unrechtes Tun / und einen Mund, der die Worte verdreht.
14Bei mir ist Hilfe und Rat. / Ich habe Einsicht und habe auch Macht.
15Könige regieren durch mich / und Herrscher entscheiden gerecht.
16Durch mich versehen die Oberen ihr Amt, / die Vornehmen und die Verwalter des Rechts.
17Ich liebe, die mich lieben; / und die mich suchen, finden mich.
18Ich biete Reichtum und Ehre, / bleibendes Gut und gerechten Lohn.
19Was ihr von mir bekommt, ist besser als das reinste Gold / und wertvoller als erlesenes Silber.
20Ich gehe den Weg der Gerechtigkeit / und zwar mitten auf der Straße des Rechts.
21Denen, die mich lieben, gebe ich, was bleibt, / und ihre Häuser fülle ich.
22Bevor alles anfing, besaß mich Jahwe, / vor seinen Werken, vor aller Zeit.
23Schon ewig war ich eingesetzt, von Anfang an, / noch vor Beginn der Welt.
24Als noch keine Meere waren, wurde ich geboren, / als es noch keine wasserreichen Quellen gab.
25Noch vor den Hügeln wurde ich geboren; / die Berge waren noch nicht eingesenkt,
26die Erde hatte er noch nicht gemacht, / das feste Land und seine Felder.
27Als er den Himmel bereitete, war ich dabei, / als er den Kreis des Horizonts abmaß über dem Meer,
28als er die Wolken hoch oben zusammenzog / und die Quellen aus der Tiefe sprudeln ließ,
29als er das Meer in seine Schranken wies, / die es nicht überschreiten darf, / als er die Fundamente der Erde abmaß,
30da war ich als geliebtes Kind bei ihm. / Ich war seine Freude Tag für Tag / und spielte vor ihm allezeit.
31Ich spielte auf dem Rund seiner Erde, / und es war meine Freude, bei den Menschen zu sein.
32Nun denn, ihr jungen Leute, hört auf mich! / Wie glücklich sind alle, die auf meinen Wegen gehen!
33Hört auf die Mahnung, und schlagt sie nicht in den Wind! / Hört darauf und werdet klug!
34Wie glücklich ist der, der auf mich hört, / der Tag und Nacht vor meinen Türen steht, / der in meinem Torweg wacht.
35Denn wer mich findet, hat Leben gefunden / und das Wohlgefallen Jahwes.
36Doch wer mich verfehlt, schadet sich selbst. / Alle, die mich hassen, lieben den Tod.







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