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Sprüche 23

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1Wenn du bei hohen Herren zu Tische sitzt, / bedenke immer, wen du vor dir hast.
2Setz dir ein Messer an die Kehle, / wenn du allzu gierig bist!
3Und gib acht bei seinen Leckerbissen, / und lass dich durch sie nicht betrügen.
4Müh dich nicht ab, es zu Reichtum zu bringen, / aus eigener Einsicht lass die Finger davon!
5Denn eh du dich versiehst, hat er Flügel bekommen / und fliegt wie ein Adler fort durch die Luft.
6Vom Geizhals nimm keine Einladung an, / seine Leckerbissen begehre nicht!
7Denn er hat alles abgezählt. / "Iss und trink!", sagt er zu dir, / aber im Grunde gönnt er dir nichts.
8Den Bissen, den du gegessen hast, musst du erbrechen, / und vergeudet ist jedes freundliche Wort.
9Sprich nicht zu den Ohren eines Toren, / denn er verachtet deinen guten Rat.
10Verrücke die uralte Grenze nicht, / auch nicht auf Kosten hilfloser Waisen.
11Denn sie haben einen mächtigen Beistand, / der ihren Prozess gegen dich führt.
12Öffne dein Herz für jede Ermahnung, / dein Ohr für verständiges Reden.
13Erspare dem Knaben die Züchtigung nicht! / Eine Tracht Prügel bringt ihn nicht um.
14Du schlägst ihn mit der Rute, / doch du rettest sein Leben.
15Mein Sohn, wenn du klug und einsichtig wirst, / ist das eine herzliche Freude für mich.
16Und mein Inneres wird jubeln, / wenn Aufrichtiges von deinen Lippen kommt.
17Ereifere dich nicht über die Sünder, / sondern bemühe dich täglich um die Furcht vor Jahwe!
18Denn das Ende kommt ja noch, / und dann verlierst du deine Hoffnung nicht.
19Höre mein Sohn und sei klug, / und bleib auf dem geraden Weg!
20Halte dich von den Weinsäufern fern / und von denen, die im Fleischgenuss schwelgen.
21Denn Säufer und Schlemmer werden arm, / und Schläfrigkeit kleidet in Lumpen.
22Hör auf deinen Vater, der dich gezeugt hat, / und verachte deine Mutter nicht, auch wenn sie alt geworden ist.
23Lass dir die Wahrheit etwas kosten, / auch Weisheit, Zucht und Verstand! / Und gib das alles nie wieder her!
24Laut jubelt der Vater eines Gerechten; / er freut sich über einen verständigen Sohn.
25Mögen auch deine Eltern sich freuen, / möge jubeln die, die dich gebar.
26Gib mir dein Herz, mein Sohn, / und lass dir meine Wege gefallen.
27Denn die Hure ist wie ein tiefer Schacht, / die Fremde wie ein gefährliches Loch.
28Sie lauert dir auf wie ein Räuber / und vermehrt die Zahl der untreuen Männer.
29Wer hat Ach und wer hat Weh? / Wer hat Streit und wer jammert herum? / Wer hat die Wunden ohne Grund / und wer hat glasige Augen?
30Die bis spät beim Weine sitzen, / die kommen, um den Mischwein zu kosten.
31Sieh den Wein nicht an, wie er erglüht, / wie er so rot im Becher funkelt, / wie glatt er durch die Kehle rinnt!
32Am Ende beißt er wie eine Schlange, / wie eine Viper spritzt er sein Gift.
33Dann siehst du seltsame Dinge / und redest dummes Zeug.
34Du fühlst dich wie auf stürmischer See, / als ob du im Mastkorb eines Schiffes liegst.
35"Man hat mich geschlagen, doch es tat mir nicht weh; / man hat mich verprügelt, ich merkte es nicht. / Wie werde ich nur wieder wach? / Ich brauche einen Schluck, / ich muss wieder hin!







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