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Hiob 8

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1Da entgegnete Bildad von Schuach:
2"Wie lange willst du solche Reden noch führen, / wie lange machen deine Worte noch Wind?
3Wird Gott die Gerechtigkeit beugen, / krümmt der Allmächtige das Recht?
4Haben deine Kinder an ihm gesündigt, / gab er sie in die Gewalt ihrer Schuld.
5Wenn du Gott eifrig suchst, / zu dem Allmächtigen flehst,
6wenn du rein und aufrichtig bist, / dann wacht er deinetwegen auf / und stellt die Wohnung deiner Gerechtigkeit her.
7Dein Anfang wird gering sein, / aber dein Ende sehr groß."
8"Frag doch die, die vor dir waren, / achte auf das, was ihre Väter erforschten!
9Denn wir sind von gestern und wissen nichts, / wie Schatten gehen unsere Tage dahin.
10Werden sie dich nicht lehren, / sprechen sie nicht zu dir, / holen Worte aus ihrem Herzen hervor?"
11"Wächst Schilfrohr, wo kein Sumpf ist? / Schießt Riedgras ohne Wasser auf?
12Noch grünt es, ist nicht reif zum Schnitt, / da verdorrt es schon vor allem Gras.
13So ist das Leben aller Gottvergessenden, / so schwindet die Zukunft des Bösen.
14Seine Zuversicht ist wie ein dünner Faden, / sein Vertrauen ein Spinngewebe.
15Er stützt sich auf sein Haus, doch es gibt nach, / er klammert sich daran, doch es steht nicht fest.
16In vollem Saft steht einer in der Sonne, / seine Zweige überwuchern den Garten,
17seine Wurzeln schlingen sich über Geröll, / zwischen Steinen hält er sich fest.
18Reißt man ihn von seiner Stelle weg, / so verleugnet sie ihn: ‚Dich sah ich noch nie.'
19Ja, das ist die Freude seines Weges, / und aus dem Staub sprießen andere nach.
20Gott verwirft den Schuldlosen nicht, / die Hand des Boshaften hält er nicht fest.
21Er wird deinen Mund noch mit Lachen erfüllen / und deine Lippen mit Jubel.
22Die dich hassen, müssen sich Schande anziehen. / Das Zelt dieser Gottlosen ist dann nicht mehr da."







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