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Hiob 38

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1Da antwortete Jahwe aus dem Sturm und sagte zu Hiob:
2"Wer verdunkelt den Rat / mit Reden ohne Einsicht?
3Steh auf und zeig dich als Mann! / Dann will ich dich fragen, und du belehrst mich.
4Wo warst du, als ich die Erde gründete? / Sag an, wenn du es weißt!
5Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du es? / Wer hat die Messschnur über sie gespannt?
6Wo sind ihre Pfeiler eingesenkt? / Wer hat ihren Eckstein gelegt,
7als alle Morgensterne jubelten / und alle Gottessöhne jauchzten?"
8"Wer hat das Meer mit Toren verschlossen, / als es berstend aus dem Mutterleib schoss?
9Ich machte die Wolken zu seinem Gewand, / das Wetterdunkel zu seiner Windel.
10Ich brach ihm eine Grenze aus dem Gestein, / setzte ihm Riegel und Tore.
11Ich sagte: ‚Bis hierher und nicht weiter! / Hier bricht der Stolz deiner Wellen!'
12Hast du je in deinem Leben dem Morgen geboten, / dem Frührot seinen Ort gezeigt,
13dass es die Säume der Erde erfasst, / um die Schuldigen herauszuschütteln?
14Die Erde faltet sich wie Siegelton; / wie im Prachtgewand steht alles da.
15Den Bösen wird ihr Licht entzogen, / es zerbricht der erhobene Arm.
16Bist du zu den Quellen des Meeres gekommen, / hast du den Grund der Fluten durchstreift?
17Haben sich dir die Tore des Todes enthüllt, / hast du die Pforten der Schatten gesehen?
18Hast du ermessen, wie breit die Erde ist? / Sag an, wenn du das alles weißt!
19Wo ist der Weg zur Wohnung des Lichts? / Die Finsternis, wo hat sie ihren Ort?
20Kannst du sie in ihr Gebiet begleiten, / kennst du die Wege zu ihrem Haus?
21Du weißt es, du bist doch damals geboren, / und die Zahl deiner Tage ist groß!"
22"Bist du zu den Speichern des Schnees gelangt? / Hast du die Kammern des Hagels gesehen,
23den ich aufgespart habe für Zeiten der Not, / für den Tag des Kampfes und der Schlacht?
24Wo ist der Weg, auf dem das Licht sich teilt, / der Ostwind sich über die Erde zerstreut?
25Wer bricht der Regenflut die Bahn, / bahnt dem Gewitter seinen Weg?
26Wer schickt den Regen auf unbewohntes Land, / auf die Wüste, wo kein Mensch ist?
27Wer stillt den Durst der ausgedörrten Erde, / dass sie frisches Gras gedeihen lässt?
28Hat der Regen einen Vater? / Wer hat die Tautropfen gezeugt?
29Aus wessen Schoß kam das Eis hervor? / Wer hat den Reif des Himmels geboren?
30Die Gewässer erstarren zu Stein / und die Fläche der Flut wird fest.
31Schnürst du die Bänder des Siebengestirns, / löst du die Fesseln des Orion?
32Führst du die Tierkreisbilder zu ihrer Zeit aus, / leitest du den großen Bären samt seinen Jungen?
33Kennst du die Gesetze des Himmels? / Setzt du seine Herrschaft auf der Erde durch?
34Rufst du den Wolken dort Befehle zu, / dass ein Wasserschwall dich umhüllt?
35Schickst du Blitze, dass sie niederfahren, / dass sie zu dir sagen: ‚Hier sind wir!'?
36Wer hat den Vögeln Weisheit gegeben, / wer mit Verstand die Fliegenden begabt?
37Wer ist so weise, dass er die Wolken zählt? / Wer schüttet die Himmelskrüge aus,
38wenn der Boden hart ist wie Metall / und die Schollen sich verkleben?"
39"Jagst du der Löwin ihre Beute? / Stillst du den jungen Löwen die Gier,
40wenn sie in den Höhlen kauern, / im Dickicht auf der Lauer liegen?
41Wer stellt dem Raben sein Futter bereit, / wenn seine Jungen zu Gott schreien, / herumflattern aus Mangel an Nahrung?







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