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Hiob 34

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1Elihu fuhr fort und sagte:
2"Hört, ihr Weisen, meine Worte, / ihr Kundigen, gebt mir Gehör!
3Denn das Ohr prüft die Worte, / der Gaumen kostet die Speise.
4Lasst uns prüfen, was recht ist, / was gut ist, zusammen erforschen!"
5"Denn Hiob hat gesagt: ‚Ich bin gerecht, / und Gott verweigert mir mein Recht.
6Sollte ich lügen über mein Recht? / Tödlich traf mich der Pfeil, obwohl ich ohne Schuld bin.'
7Wo ist ein Mann wie Hiob, / der Hohn wie Wasser trinkt,
8der sich mit üblem Gesindel abgibt, / der Umgang mit Gottlosen hat?
9Denn er hat gesagt: ‚Es nützt einem nichts, wenn man Gott gefallen will.'"
10"Darum hört mir zu, / ihr verständigen Männer! / Niemals wird Gott gottlos handeln, / der Allmächtige Unrecht tun.
11Nein, was der Mensch tut, das vergilt er ihm; / er bekommt, was er verdient.
12Es ist gewiss: Gott handelt nicht gottlos, / der Allmächtige verdreht nicht das Recht."
13"Wer hat ihm die Erde anvertraut, / wer den ganzen Erdkreis hingestellt?
14Wenn er nur an sich denken würde / und hielte seinen Lebenshauch zurück,
15dann käme alles Fleisch auf einen Schlag um, / und der Mensch würde wieder zu Staub."
16"Hast du Verstand, dann höre dies, / achte genau auf meine Worte!
17Kann denn herrschen, wer das Recht hasst? / Oder willst du den Gerechten und Mächtigen verdammen?
18Darf man einen König Nichtsnutz nennen, / ist es recht, Edle gottlos zu heißen?
19Er ergreift nicht für die Oberen Partei; / der Reiche gilt ihm nicht mehr als der Arme, / denn sie alle sind das Werk seiner Hände.
20Sie sterben plötzlich, mitten in der Nacht, / sie werden erschüttert und vergehen. / Mächtige entfernt er ohne Menschenhand.
21Seine Augen sind auf die Wege jedes Menschen gerichtet, / er sieht jeden Schritt, den sie tun.
22Da ist kein Dunkel und kein Schatten, / der die Bösen verbirgt.
23Er muss den Menschen nicht lang untersuchen, / bevor er vor Gott ins Gericht kommt.
24Gewaltige knickt er ohne Verhör / und stellt andere an ihren Platz.
25Weil er ihre Werke kennt, / stürzt er sie über Nacht um, / und sie werden zermalmt.
26Als Gottlose klatscht er sie nieder / am Ort, wo alle sie sehn,
27weil sie ihm nicht mehr folgten / und keinen seiner Wege bedachten.
28So lässt er den Schrei der Armen zu sich / und hört das Geschrei der Gebeugten.
29Schafft er Ruhe, / wer will verdammen? / Verbirgt er das Gesicht, / wer kann ihn schauen? / Doch er wacht über Völker und Menschen,
30dass kein Gewissenloser König wird / und dem Volk ein Fallstrick ist."
31"Hat Hiob denn zu Gott gesagt: / ‚Ich trage es, ich will ja nichts Böses tun?
32Zeig du mir, was ich nicht sehe! / Habe ich Unrecht getan, ich tu es nicht wieder.'
33Soll Gott nach deinem Sinn vergelten, / weil du es verwirfst? / Du musst wählen und nicht ich. / Weißt du etwas, sag es an!
34Verständige Leute werden mir sagen / und jeder Weise, der mir zuhört:
35‚Hiob redet nicht mit Verstand, / seine Worte waren unbedacht.
36Soll Hiob doch immer weiter geprüft werden, / weil er wie ein Gottloser spricht.
37Denn zu seiner Sünde fügt er Verbrechen hinzu, / klatscht vor Hohn in unserer Mitte, / führt viele Reden gegen Gott.'"







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