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Hiob 30

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1"Jetzt aber lachen über mich, / die jünger sind als ich. / Deren Väter hätte ich nicht / zu den Hunden meiner Herde gestellt.
2Was sollte mir ihre Hilfe, / wenn ihnen jede Kraft fehlt?
3Durch Mangel und Hunger abgezehrt / nagen sie die Steppe ab, / die längst öde und verödet ist.
4Sie pflücken Salzkraut beim Gesträuch, / Ginsterwurzel ist ihr Brot.
5Aus der Gemeinschaft werden sie vertrieben, / man schreit über sie wie über den Dieb.
6Sie hausen in grausigen Schluchten, / in Löchern und Klüften der Erde.
7Zwischen den Büschen kreischen sie, / und unter Dornen sammeln sie sich.
8Kinder von namenlosem Gesindel, / die man mit Peitschen aus dem Land trieb.
9Und jetzt bin ich ihr Spottlied, / bin ihnen zum Gerede geworden.
10Sie verabscheuen mich, rücken von mir ab / und spucken mir voll ins Gesicht.
11Gott hat mich schwach und wehrlos gemacht, / so lassen sie ihre Hemmungen fahren.
12Zur Rechten erhebt sich die Brut; / sie stoßen meine Füße weg / und bahnen einen Weg, mich zu verderben.
13Sie zerstören meinen Pfad, / sie schüren mein Verderben, / und niemand muss ihnen helfen.
14Sie kommen wie durch einen breiten Bruch, / wälzen sich unter Trümmern heran.
15Schrecken hat sich gegen mich gekehrt, / verfolgt wie der Wind meine Würde, / und mein Heil zieht weg wie eine Wolke.
16Und nun zerfließt die Seele in mir, / Tage des Elends halten mich fest.
17Die Nacht durchbohrt mein Gebein, / die nagenden Schmerzen hören nicht auf.
18Durch ihre große Heftigkeit / verändert sich mein Kleid / und schnürt mich ein wie ein Hemd.
19Er hat mich in den Dreck gestürzt, / wie Staub und Asche bin ich geworden.
20Ich schreie zu dir und du antwortest nicht; / ich stehe da und du starrst mich nur an.
21Zum Grausamen wandelst du dich, / mit starker Hand verfolgst du mich.
22Du hebst mich hoch, lässt mich reiten im Wind, / dass mir die Besinnung vergeht.
23Ich weiß, du führst mich in den Tod, / ins Haus, wo alles Lebendige sich sammelt.
24Doch streckt man beim Sturz nicht die Hand aus, / schreit man nicht beim Untergang?
25Weinte ich denn nicht über den, der harte Tage hatte? / Hatte ich mit Armen denn kein Mitgefühl?
26So erwartete ich Gutes, doch es kam Böses; / ich wartete auf Licht, doch es kam Finsternis.
27Mein Inneres ist aufgewühlt, kommt nicht zur Ruhe; / mich haben die Tage des Elends erreicht.
28Ich geh ohne Sonne in Trauer; / ich steh in der Versammlung auf und schreie.
29Den Schakalen bin ich ein Bruder geworden, / ein Gefährte der Strauße.
30Meine Haut ist schwarz und löst sich ab, / meine Knochen glühen von Fieber.
31Meine Zither klagt / und meine Flöte weint."







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