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Hiob 24

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1"Warum hat der Allmächtige nicht Zeiten aufgespart? / Warum sehen, die ihn kennen, seine Tage nicht?
2Sie verrücken die Grenzen, / rauben die Herde und lassen sie weiden.
3Sie treiben den Esel der Waisen weg / und nehmen das Rind der Witwe zum Pfand.
4Sie stoßen die Bedürftigen vom Weg. / Die Armen des Landes verkriechen sich alle.
5Wie Wildesel in der Wüste / gehen sie ans Tagewerk / und suchen eifrig nach Nahrung. / Die Steppe gibt ihnen Brot für die Kinder.
6Sie schneiden das Futter auf dem Feld / und lesen den Weinberg des Bösen.
7Nackt übernachten sie ohne Gewand / und haben keine Decke im Frost.
8Vom Regen der Berge sind sie durchnässt, / an den Felsen suchen sie Schutz.
9Der Witwe reißt man ihren Säugling weg; / die Waise des Armen nimmt man zum Pfand.
10Nackt müssen sie gehen, ohne Gewand, / und hungernd schleppen sie Garben.
11In deren Hainen pressen sie das Öl, / treten die Kelter und haben doch Durst.
12In der Stadt hört man Sterbende ächzen, / Verletzte schreien um Hilfe, / doch Gott nimmt keinen Anstoß daran.
13Jene sind Feinde des Lichts / und wissen nichts von Gottes Wegen. / Sie bleiben auch nicht auf seinem Pfad.
14Noch vor dem Taglicht steht der Mörder auf, / um den Elenden und Armen zu töten. / Und der Dieb geht um in der Nacht.
15Der Ehebrecher wartet auf die Dämmerung; / er sagt: ‚Kein Auge soll mich sehen!', / und er verhüllt sein Gesicht.
16Im Dunkeln brechen sie ein in die Häuser. / Am Tag, da schließen sie sich ein, / denn sie scheuen das Licht.
17Die Finsternis gilt ihnen als Morgen, / mit ihrem Schrecken sind sie wohlvertraut."
18"Schnell fahren sie dahin wie auf Wasser, / verflucht ist ihr Los auf der Erde. / Den Weg zu den Weinbergen gehen sie nicht mehr.
19Dürre und Hitze raffen Schneewasser weg, / so schluckt die Totenwelt die Sünder.
20Selbst der Mutterleib vergisst ihn. / An ihm labt sich das Gewürm. / Nie mehr wird an ihn gedacht. / So zerbricht das Böse wie ein Baum.
21So auch der, der die Kinderlose beraubte / und der Witwe keine Freundlichkeit erwies.
22Starke reißt Gott durch seine Kraft um. / Steht er auf, sind sie des Lebens nicht sicher.
23Er wiegt sie nur in Sicherheit, / doch seine Augen sind auf ihren Wegen.
24Sie kommen für kurze Zeit hoch, / doch dann ist es aus; / sie sinken hin, / man rafft sie wie alle anderen weg; / sie verwelken wie die Spitze der Ähre.
25Ist es nicht so? / Wer will mich Lügen strafen? / Wer kann meine Worte widerlegen?"







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