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Hiob 22

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1Da erwiderte Elifas von Teman:
2"Kann ein Mann Gott Nutzen bringen? / Der Verständige nützt nur sich selbst.
3Wenn du gerecht bist, was bringt es dem Allmächtigen? / Hat er Gewinn, wenn deine Wege unschuldig sind?"
4"Straft er dich, weil du ihn fürchtest, / geht er deshalb mit dir ins Gericht?
5Ist nicht deine Bosheit groß, / sind deine Sünden nicht endlos?
6Du hast deinen Bruder grundlos gepfändet, / du nahmst ihm als Pfand das einzige Gewand.
7Dem Erschöpften hast du kein Wasser gegeben, / dem Hungrigen nicht ein Stück Brot.
8Dem Mann der Faust gehörte das Land, / und der Schmeichler wohnte darin.
9Witwen schicktest du mit leeren Händen fort, / die Arme der Waisen hast du zerschlagen.
10Darum sind Schlingen rings um dich her, / ein plötzlicher Schrecken macht dich bestürzt
11oder Finsternis, in der du nichts siehst, / und die Wasserflut, die dich bedeckt."
12"Ist Gott nicht so hoch wie der Himmel? / Schau doch die höchsten Sterne an!
13Du aber sagst: ‚Was weiß denn Gott? / Kann er durch Wolkendunkel richten?
14Wolken umhüllen ihn, dass er nichts sieht, / wenn er am Himmelsrand spazieren geht.'
15Willst du den Pfad der Vorwelt befolgen, / den die Gottlosen gegangen sind,
16die weggerafft wurden vor der Zeit? / Wie ein Strom zerfloss ihr fester Grund.
17Sie sagten zu Gott: ‚Mach dich fort!', / und: ‚Was kann der Allmächtige uns tun?'
18Hatte er doch ihre Häuser mit Gutem gefüllt. / Auch mir ist das Denken der Gottlosen fern!
19Die Gerechten sehen es und freuen sich, / und der Schuldlose wird über sie spotten:
20Vernichtet sind unsere Feinde! / Ihren Rest hat das Feuer gefressen."
21"Sei ihm doch Freund und halte Frieden! / Dadurch kommt wieder Gutes zu dir.
22Nimm die Lehre aus seinem Mund an, / nimm dir seine Worte zu Herzen!
23Wenn du zum Allmächtigen umkehrst, / wirst du wieder aufgebaut / und entfernst das Unrecht aus deinem Zelt.
24Wirf dein Gold doch in den Staub, / das Ofirgold zu den Kieseln im Bach!
25Dann ist der Allmächtige dein Gold, / das erlesene Silber für dich.
26Dann wirst du dich am Allmächtigen freuen / und dein Gesicht zu Gott erheben.
27Du wirst zu ihm beten, / und er wird dich hören. / Und du erfüllst ihm, was du gelobst.
28Was du beschließt, / das wird dir gelingen. / Auf deinen Wegen wird es hell.
29Gott erniedrigt, die hochmütig reden, / doch wer die Augen niederschlägt, dem hilft er.
30Er rettet selbst den, der nicht schuldlos ist; / durch die Reinheit deiner Hände wird er befreit."







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