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Hiob 19

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1Da erwiderte Hiob:
2"Wie lange wollt ihr mich quälen, / mich mit Worten zerschlagen?
3Schon zehnmal habt ihr mich beschimpft / und schämt euch nicht, mich zu misshandeln!
4Und hätte ich wirklich geirrt, / müsste ich das selber ertragen.
5Müsst ihr denn so großtun gegen mich / und mir meine Schmach beweisen?"
6"Seht doch ein, dass Gott mir Unrecht tut, / dass er sein Fangseil um mich zieht.
7Ich schreie: ‚Gewalt!', aber niemand hört. / Ich rufe um Hilfe, doch da ist kein Recht.
8Er hat mir den Weg verbaut, / ich kann nicht weiter. / Meine Pfade hüllt er mit Finsternis ein.
9Er zog mir meine Ehre aus / und nahm mir die Krone vom Kopf.
10Er hat mich ringsum niedergebrochen, so dass ich vergehe. / Meine Hoffnung riss er aus wie einen Baum.
11Seinen Zorn ließ er gegen mich lodern / und hat mich zu seinen Feinden gezählt.
12Geschlossen rückten seine Scharen an, / bahnten ihren Weg gegen mich / und lagerten sich rings um mein Zelt."
13"Meine Brüder hat er von mir entfernt, / Bekannte kennen mich nicht mehr.
14Meine Verwandten halten sich fern, / meine Freunde vergessen mich.
15Den Gästen meines Hauses und meinen Mägden bin ich wie ein Fremder, / ein Ausländer bin ich für sie.
16Ich rufe den Sklaven, er gibt keine Antwort; / ich muss ihn anflehen mit eigenem Mund.
17Meiner Frau ist mein Atem zuwider, / meinen Geschwistern mein Gestank.
18Selbst Kinder lachen über mich, / verhöhnen mich, wenn ich aufstehen will.
19All meine Vertrauten verabscheuen mich, / und die ich liebte, haben sich gegen mich gestellt.
20Nur Haut und Knochen bin ich noch, / nur das nackte Leben brachte ich davon.
21Habt Erbarmen, Erbarmen mit mir, meine Freunde! / Was mich zu Boden schlug, war Gottes Hand.
22Warum verfolgt ihr mich wie Gott, / bekommt nicht genug davon, mich zu zerfleischen?"
23"Ich wünschte, jemand schriebe meine Worte auf, / zeichnete sie auf in ein Buch,
24mit eisernem Griffel auf Blei, / in den Felsen gehauen auf ewig!
25Doch ich weiß, dass mein Erlöser lebt, / als letzter steht er über dem Staub.
26Nachdem man meine Haut so sehr zerschunden hat, / werde ich ohne mein Fleisch Gott schauen.
27Ihn selbst werde ich sehen, / ja, meine Augen schauen ihn, / und nicht als einen Fremden."
28"Wenn ihr überlegt: ‚Wie können wir ihn verfolgen, / wie finden wir bei ihm den Grund des Übels?'
29Dann fürchtet euch selbst vor dem Schwert! / Denn Zorn wird mit dem Schwert bestraft, / damit ihr wisst: Es gibt einen Richter."







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