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Hiob 15

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1Da entgegnete Elifas von Teman:
2"Wird ein Weiser windiges Wissen erwidern, / füllt er denn seinen Bauch mit Wind?
3Wird er mit nutzlosen Reden rügen, / mit Worten ohne jeglichen Wert?
4Du bist es, der die Gottesfurcht zerstört, / du verdirbst die Andacht vor Gott.
5Deine Schuld belehrt deinen Mund; / du hast eine listige Sprache gewählt.
6Dein eigner Mund verurteilt dich, nicht ich, / deine Lippen sagen gegen dich aus.
7Hat man dich als ersten Menschen gezeugt, / bist du vor den Hügeln geboren?
8Hast du in Gottes Rat gehorcht / und die Weisheit an dich gerissen?
9Was weißt du, das wir nicht schon wüssten? / Was verstehst du mehr als wir?
10Auch bei uns ist ein Graukopf, ein Greis, / älter als dein eigener Vater.
11Ist Gottes Trost dir zu gering, / ein Wort, das sanft zu dir kommt?
12Was reißt dein Herz dich hin, / was rollen deine Augen,
13dass du dein Schnauben gegen Gott kehrst, / Reden aus deinem Mund fahren lässt?"
14"Was ist der Mensch, dass er rein sein könnte, / wie sollte der gerecht sein, den eine Frau gebar?
15Selbst seinen Heiligen vertraut er nicht, / und der Himmel ist in seinen Augen nicht rein.
16Wie denn der Abscheuliche, der Angefaulte, / der Mann, der Unrecht wie das Wasser trinkt?"
17"Ich will's dir erklären, höre mir zu! / Was ich schaute, erzähle ich dir,
18was die Weisen verkündigten, / was ihre Väter sie lehrten.
19Ihnen allein war das Land gegeben, / kein Fremder zog unter ihnen umher.
20Der Böse ängstigt sich sein Leben lang, / all die Jahre, die dem Bedrücker bestimmt sind.
21In seinen Ohren gellt der Schrecken, / mitten im Frieden kommt der Verwüster über ihn.
22Er hofft nicht mehr, dem Dunkel zu entkommen, / das Schwert des Mörders wartet schon auf ihn.
23Auf der Suche nach Brot irrt er umher; / er weiß, dass ein finsterer Tag auf ihn wartet.
24Angst und Schrecken überfallen ihn, / greifen ihn an wie ein König im Krieg.
25Denn gegen Gott erhebt er seine Hand, / dem Allmächtigen trotzt er.
26Mit den dicken Buckeln seiner Schilde / rennt er halsstarrig gegen ihn an.
27Denn sein Gesicht war rund und gesund, / an den Hüften hatte er Speck angesetzt,
28und in rechtlosen Städten hatte er Wohnung genommen, / in Häusern, die man nicht bewohnen soll, / die bestimmt waren, Trümmer zu bleiben.
29Er bleibt nicht reich, / sein Vermögen hat keinen Bestand, / seine Ähre neigt sich nicht.
30Der Finsternis entkommt er nicht, / und seinen Schössling dörrt die Flamme aus, / Gottes Atem fegt ihn weg.
31Warum vertraut er auf nichtige Dinge? / Er wird getäuscht, / denn er tauscht wieder Nichtiges ein.
32Noch vor seiner Zeit erfüllt es sich: / Sein Palmzweig grünt nicht mehr.
33Er ist wie ein Weinstock, der seine unreifen Trauben abstößt, / wie ein Obstbaum, der seine Blüten abwirft.
34Denn die böse Sippschaft bleibt fruchtlos, / Feuer frisst die Zelte der Bestechlichen.
35Mit Mühsal gehen sie schwanger und bringen Unrecht zur Welt, / ihr Schoß bringt Selbstbetrug hervor."







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