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2.Samuel 22

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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1David dichtete dieses Lied für Jahwe, nachdem dieser ihn vor Saul und allen anderen Feinden gerettet hatte. An dem Tag sang er:
2Jahwe, mein Fels, mein Schutz und mein Retter,
3mein Gott, meine Burg, in der ich mich berge, / mein Schild und mein sicheres Heil! / Er ist mir Zuflucht und hochragende Festung, / mein Retter, der mich schützt vor Gewalt.
4Ich rufe: "Jahwe sei gelobt!" / Schon bin ich von meinen Feinden befreit.
5Ich war in den Fesseln des Todes gefangen, / Sturzbäche des Unheils erschreckten mich.
6Mit Stricken des Todes war ich gebunden, / die Todesfalle schlug über mir zu.
7Ich rief zu Jahwe in meiner Angst, / schrie um Hilfe zu meinem Gott. Er hörte mich in seinem Tempel, / mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.
8Da wankte und schwankte die Erde, / es zitterten die Gründe des Himmels. / Sie bebten, denn er wurde zornig.
9Rauch stieg auf von seiner Nase / und Feuer schoss aus seinem Mund, / glühende Kohlen sprühten hervor.
10Er neigte den Himmel tief auf die Erde / und fuhr auf dunklen Wolken herab.
11Er flog auf einem Cherub, / er schwebte auf den Schwingen des Sturms.
12Er hüllte sich in Finsternis wie in ein Zelt, / in Regendunkel und schwarzes Gewölk.
13Vor seinem Glanz flammten Kohlen glühend auf.
14Im Himmel ließ Jahwe den Donner grollen, / laut dröhnte die Stimme des Höchsten.
15Er schoss seine Pfeile und verjagte die Feinde, / er schleuderte Blitze und verwirrte sie.
16Da zeigten sich die Gründe des Meeres, / die Fundamente der Welt wurden entblößt / vor dem Drohen Jahwes, / vor dem Schnauben seines zornigen Atems.
17Aus der Höhe griff seine Hand nach mir, / fasste mich und zog mich aus der Flut.
18Er entriss mich den mächtigen Feinden, / die stärker waren als ich und mich hassten.
19Sie überfielen mich am Tag meines Unglücks, / doch Jahwe wurde mein Halt.
20Er führte mich hinaus ins Weite, / befreite mich, weil er mich mochte.
21Jahwe hat mir meine Treue vergolten, / mich nach der Reinheit meiner Hände beschenkt.
22Denn ich hielt mich an die Wege Jahwes, / fiel nicht schuldig von meinem Gott ab.
23Seine Gebote standen mir immer vor Augen, / seine Befehle wies ich nicht von mir weg.
24Ich lebte ohne Tadel vor ihm / und nahm mich vor der Sünde in Acht.
25So hat Jahwe mir meine Treue vergolten, / denn meine Hände waren rein.
26Einem Gütigen zeigst du dich gütig, / einem treuen Mann treu.
27Dem Reinen zeigst du dich rein, / doch dem Falschen bist du verdreht.
28Ja, du rettest das demütige Volk, / doch stolze Menschen zwingst du nieder.
29Ja, du bist meine Leuchte, Jahwe. / Jahwe macht das Dunkel mir hell.
30Ja, mit dir überrenn ich ein Heer, / mit meinem Gott überspring ich die Mauer.
31Ja, Gott - sein Weg ist tadellos, / Jahwes Wort ist unverfälscht. / Ein Schild ist er für alle, / die Schutz bei ihm suchen.
32Ja, wer ist Gott, wenn nicht Jahwe! / Wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott!
33Dieser Gott ist meine Festung, / er macht meinen Weg tadellos.
34Er macht meine Füße gazellenflink / und standfest auf allen Höhen.
35Er lehrt meine Hände das Kämpfen / und meine Arme, den Bronzebogen zu spannen.
36Du gabst mir den Schild deines Heils, / und dein Zuspruch machte mich groß! /
37Du schafftest Raum meinen Schritten, / meine Knöchel blieben fest.
38Ich jagte meinen Feinden nach und überwältigte sie. / Erst als sie vernichtet waren, kehrte ich um.
39Zerschmettert habe ich sie, / sie stehen nicht wieder auf. / Tot fielen sie vor meine Füße.
40Du versorgtest mich mit Kraft zum Kampf, / zwangst meine Gegner unter mich nieder.
41Du hast meine Feinde zur Flucht gezwungen, / ich konnte meine Hasser vernichten.
42Sie blickten umher, aber da war kein Retter, / zu Jahwe, doch er hörte sie nicht.
43Ich zerrieb sie wie Staub auf der Erde, / zerstampfte sie wie Straßendreck.
44Du hast mich den Streitigkeiten des Volkes entrissen, / hast mich zum Haupt der Völker gesetzt. / Ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
45Ausländer kamen und krochen vor mir. / Sie hörten mir zu und gehorchten sofort.
46Zitternd kamen sie aus ihren Burgen / und gaben ihren Widerstand auf.
47Jahwe lebt! Gepriesen sei mein Fels, / erhoben der Gott meines Heils!
48Denn Gott hat mir Rache verschafft, / hat mir die Völker unterworfen /
49und mich meinen Feinden entrissen. / Du hast mich über meine Gegner erhoben, / mich vom Mann der Gewalttat befreit.
50Darum will ich dich loben, Jahwe, / deinen Ruhm vor den Völkern besingen,
51der seinem König große Siege verschafft, / der seinem Gesalbten Gnade erweist, / David und seinem Nachwuchs für immer.







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