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Hiob 10

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Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Luther 1545,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Neue evang. Übersetzung,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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StelleLuther 1912
1Meine Seele verdrießt mein Leben; ich will meiner Klage bei mir ihren Lauf lassen und reden in der Betrübnis meiner Seele
2und zu Gott sagen: Verdamme mich nicht! lass mich wissen, warum du mit mir haderst.
3Gefällt dir's, dass du Gewalt tust und mich verwirfst, den deine Hände gemacht haben, und bringst der Gottlosen Vornehmen zu Ehren?
4Hast du denn auch fleischliche Augen, oder siehst du, wie ein Mensch sieht?
5Oder ist deine Zeit wie eines Menschen Zeit, oder deine Jahre wie eines Mannes Jahre?
6dass du nach einer Missetat fragest und suchest meine Sünde,
7so du doch weißt wie ich nicht gottlos sei, so doch niemand ist, der aus deiner Hand erretten könne.
8Deine Hände haben mich bereitet und gemacht alles, was ich um und um bin; und du wolltest mich verderben?
9Gedenke doch, dass du mich aus Lehm gemacht hast; und wirst mich wieder zu Erde machen?
10Hast du mich nicht wie Milch hingegossen und wie Käse lassen gerinnen?
11Du hast mir Haut und Fleisch angezogen; mit Gebeinen und Adern hast du mich zusammengefügt.
12Leben und Wohltat hast du an mir getan, und dein Aufsehen bewahrt meinen Odem.
13Aber dies verbargst du in deinem Herzen, ich weiß, dass du solches im Sinn hattest:
14wenn ich sündigte, so wolltest du es bald merken und meine Missetat nicht ungestraft lassen.
15​Bin ich gottlos, dann wehe mir! bin ich gerecht, so darf ich doch mein Haupt nicht aufheben, als der ich voll Schmach bin und sehe mein Elend.
16Und wenn ich es aufrichte, so jagst du mich wie ein Löwe und handelst wiederum wunderbar an mir.
17Du erneuest deine Zeugen wider mich und machst deines Zornes viel auf mich; es zerplagt mich eins über das andere in Haufen.
18Warum hast du mich aus Mutterleib kommen lassen? Ach, dass ich wäre umgekommen und mich nie ein Auge gesehen hätte!
19So wäre ich, als die nie gewesen sind, von Mutterleibe zum Grabe gebracht.
20Ist denn mein Leben nicht kurz? So höre er auf und lasse ab von mir, dass ich ein wenig erquickt werde,
21ehe ich denn hingehe und komme nicht wieder, ins Land der Finsternis und des Dunkels,
22ins Land da es stockfinster ist und da keine Ordnung ist, und wenn's hell wird, so ist es wie Finsternis.







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