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Hiob 20

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Luther 1912,  Elberfelder 1905,  Elberfelder 1871,  Schlachter 1951,  Textbibel,  Neue evang. Übersetzung,  Vulgate (Lateinisch),  King James(Englisch),  

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StelleLuther 1545
1Da antwortete Zophar von Naema und sprach:
2Darauf muß ich antworten und kann nicht harren.
3Und will gerne hören, wer mir das soll strafen und tadeln; denn der Geist meines Verstandes soll für mich antworten.
4Weißt du nicht, daß es allezeit so gegangen ist, seit daß Menschen auf Erden gewesen sind;
5daß der Ruhm der Gottlosen stehet nicht lange, und die Freude des Heuchlers währet einen Augenblick?
6Wenn gleich seine Höhe in den Himmel reichet und sein Haupt an die Wolken rühret,
7so wird er doch zuletzt umkommen wie ein Kot, daß die, vor denen er ist angesehen, werden sagen: Wo ist er?
8Wie ein Traum vergehet, so wird er auch nicht funden werden, und wie ein Gesicht in der Nacht verschwindet.
9Welch Auge ihn gesehen hat, wird ihn nicht mehr sehen, und seine Stätte wird ihn nicht mehr schauen.
10Seine Kinder werden betteln gehen, und seine Hand wird ihm Mühe zu Lohn geben.
11Seine Beine werden seine heimliche Sünde wohl bezahlen und werden sich mit ihm in die Erde legen.
12Wenn ihm die Bosheit gleich in seinem Munde wohl schmeckt, wird sie doch ihm in seiner Zunge fehlen.
13Sie wird aufgehalten und ihm nicht gestattet, und wird ihm gewehret werden in seinem Halse.
14Seine Speise inwendig im Leibe wird sich verwandeln in Otterngalle.
15Die Güter, die er verschlungen hat, muß er wieder ausspeien; und Gott wird sie aus seinem Bauch stoßen.
16Er wird der Ottern Galle saugen, und die Zunge der Schlange wird ihn töten.
17Er wird nicht sehen die Ströme noch die Wasserbäche, die mit Honig und Butter fließen.
18Er wird arbeiten und des nicht genießen; und seine Güter werden andern, daß er deren nicht froh wird.
19Denn er hat unterdrückt und verlassen den Armen; er hat Häuser zu sich gerissen, die er nicht erbauet hat.
20Denn sein Wanst konnte nicht voll werden, und wird durch sein köstlich Gut nicht entrinnen.
21Es wird seiner Speise nicht überbleiben; darum wird sein gut Leben keinen Bestand haben.
22Wenn er gleich die Fülle und genug hat, wird ihm doch angst werden; allerhand Mühe wird über ihn kommen.
23Es wird ihm der Wanst einmal voll werden, und er wird den Grimm seines Zornes über ihn senden; er wird über ihn regnen lassen seinen Streit.
24Er wird fliehen vor dem eisernen Harnisch, und der eherne Bogen wird ihn verjagen.
25Ein bloß Schwert wird durch ihn ausgehen, und des Schwerts Blitz, der ihm bitter sein wird, wird mit Schrecken über ihn fahren.
26Es ist keine Finsternis da, die ihn verdecken möchte. Es wird ihn ein Feuer verzehren, das nicht aufgeblasen ist; und wer übrig ist in seiner Hütte, dem wird's übel gehen.
27Der Himmel wird seine Missetat eröffnen, und die Erde wird sich wider ihn setzen.
28Das Getreide in seinem Hause wird weggeführet werden, zerstreuet am Tage seines Zorns.
29Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe seiner Rede bei Gott.







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