Biblische Wahrheiten
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2. Könige 4:1-38, Elisa, die Witwe und die Schunemiterin (PDF) PDF-Ausgabe

2. Könige 4:1-38, Elisa, die Witwe und die Schunemiterin



Einer jener Männer Gottes, dem viel Raum in der Bibel gegeben wird, ist Elisa. Elisa war ein Anhänger von Elia, dessen Dienst er fortsetzte (siehe 2. Könige 2). Er ging unglaublich kraftvoll mit dem Herrn und von den vielen Wunder, die Gott durch ihn getan hat, werden wir in diesem Studium nur zwei genauer betrachten. In beiden Fällen wird unser Fokus auf die Fähigkeiten Gottes gerichtet sein, diejenigen, die IHN suchen, von jedem Problem, das sie haben mögen, zu befreien.

2.Könige 4:1-7: die Witwe mit den beiden Söhnen

Der erste dieser beiden Fälle, die wir in diesem Studium untersuchen wollen, zeigt uns eine Witwe mit ihren zwei Söhnen. 2. Könige 4:1 berichtet uns über diese Frau und einem großen Problem, das sie hatte, nachdem ihr Mann gestorben war.

2. Könige 4:1
„Und eine Frau von den Frauen der Prophetensöhne schrie zu Elisa: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, und du hast doch selbst erkannt, dass dein Knecht den HERRN fürchtete. Nun aber ist der Gläubiger gekommen, um meine beiden Söhne für sich als Sklaven zu nehmen.“

Entsprechend dieser Passage war diese Frau eine Ehefrau, deren Mann Gott fürchtete und tief verehrte. Unglücklicherweise starb dieser Mann und hinterließ eine Schuld, die die Familie nicht zahlen konnte. Als Ergebnis kam der Gläubiger und nahm ihre Söhne als Sklaven. Nun können wir ziemlich leicht die Notfallsituation dieser Familie verstehen: die Frau war im Begriff, aufgrund der nicht bezahlten Schulden, ihre zwei Söhne zu verlieren. Um dieses Problem anzugehen, schrie sie zu Elisa, dem Manne Gottes. Natürlich war die Wahl, in dieser kritischen Situation zu dem Mann Gottes zu laufen, nicht zufällig. Ehrlich, wenn die Zeit so knapp ist, („der Gläubiger kam“, Imperfekt d.h. er war auf dem Weg) gehst Du nur zu den Menschen, von denen Du weißt, dass sie Dir wirklich helfen können. Offensichtlich war der Mann, dem die Frau vertraute dass er ihr helfen konnte, Elisa, der Mann Gottes1. Scheinbar hatte sie sich entschieden, gegen diese Schwierigkeit zu KÄMPFEN, und sie MIT GOTT zu bekämpfen. Nachdem wir gesehen haben, was die Witwe zu Elisa sagte, lasst uns nun sehen, was Elisa ihr antwortete:

2. Könige 4:2
„Da sagte Elisa zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sag mir, was du im Haus hast!“

Siehe Elisa‘s Bereitschaft. Elisa war bereit der Witwe zu helfen. Er verdammte sie nicht für ihre Schuld. Meine persönliche Meinung ist, dass es schon eine Zeit gedauert hat bis die Witwe und ihr Ehemann die Insolvenz erreicht hatten. Du erreichst diesen Punkt sicherlich nicht von einem Tag auf den anderen, ohne dass Du in der Zwischenzeit nicht einige falsche Handlungen begehst. Nun denn, es ging jetzt nicht um das was passiert war. Was passiert war, war passiert. Was jetzt zählte, war nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart, in der sie sofortige Unterstützung brauchte, und um diese zu erlangen, suchte sie den Herrn. Nun sehen wir auch, dass Elisa nicht versuchte sie abzuwimmeln, weil das Problem „zu schwierig“ war. Er hatte sicherlich keine Lösung für ihr Problem, ehe nicht Gott die wunderbare Lösung bereit stellte, die wir in einem Moment lesen werden. Nichts desto trotz bedeutet dies nicht, dass er nicht bereit war ihr zu helfen. Im Gegenteil, seine Antwort zeigte, dass er bereit war zur Hilfe wie immer er es konnte. Vers 2 gibt uns die Antwort der Frau auf Elisa‘ s Frage:

2. Könige 4:2
„Sie sagte: Deine Magd hat gar nichts im Haus als nur einen Krug Öl.“

Diese Witwe war wirklich in großer Armut. Da war nichts in ihrem Haus außer einem Krug Öl. Augenscheinlich hat sie in ihrem Bemühen die Schulden loszuwerden alles verkauft. Es gab keinen Tisch, kein Bett, keine Kochutensilien. Das einzige was übrig blieb war ein Krug mit Öl. Dennoch, es reichte Gott um ihr Befreiung zu schenken. Die Verse 3-4 sagen uns:

2. Könige 4:3-4
„Da sagte er: Geh hin, erbitte dir Gefäße von draußen, von all deinen Nachbarinnen, leere Gefäße, aber nicht zu wenige! Dann geh hinein und schließ die Tür hinter dir und hinter deinen Söhnen zu und gieß in all diese Gefäße; und was voll ist, stelle beiseite!“

Gott sagte durch Elisa der Frau, dass sie sich leere Gefäße leihen um dann das Öl aus ihrem Krug in diese Gefäße füllen sollte. Wenn wir nicht mit Gott rechnen würden, dann hören sich diese Anweisungen ziemlich verrückt an. Denn, im Hinblick auf die naturwissenschaftlichen Gesetze, kann ein Krug Öl nicht viele leere Gefäße füllen, die die gleiche Größe haben. Darum war naturwissenschaftlich gesprochen das was Elisa der Witwe sagte was passieren würde unmöglich. Wie auch immer, es war unmögliche wenn, ich wiederhole, man nicht mit Gott rechnet. Deshalb, wenn wir mit Gott rechnen, liegen die Dinge völlig anders. Der Grund dafür ist, dass Gott nicht an naturwissenschaftliche Gesetze gebunden ist. Wirklich, wenn man auf Gott zählt, dann zählt nicht das was wissenschaftlich möglich ist, sondern ob es Sein Wille ist oder nicht. Wenn etwas Sein Wille ist, wird es geschehen, was auch immer die Wissenschaft sagen mag. Offensichtlich, von dem was wir bisher gelesen haben, können wir schlussfolgern, dass es Gottes Bestreben war, diese Frau von ihren Problemen zu erlösen, so wie Er es sich immer wünscht, damit Seine Kinder im Sieg leben. Biblisch gesprochen entsprach dem was Elisa sagte dem Willen Gottes in dieser Situation und es würde sicherlich, zu 100%, in Erfüllung gehen, wenn die Witwe dem folgte was Gott sagte d.h. i) leere Gefäße leihen ii) dann hineinzugehen und die Tür hinter ihr und ihren Söhnen zu schließen und iii) das Öl aus ihrem Krug in die anderen Gefäße zu füllen. Ich glaube kaum, dass die Witwe jemals in ihrem Leben erlebt hat, dass ein Krug Öl viele andere Krüge füllen würde. Nun, damit Gottes Wille umgesetzt werden konnte, musste die Witwe glauben, dass sie das zum ersten Mal sehen würde. Was zählt ist, ob wir glauben werden und das tun was Er sagt. Darum lasst uns nun sehen, ob die Frau letztendlich Gott glaubte oder nicht.

2. Könige 4:5
„Und sie ging von ihm weg und schloss die Tür hinter sich und hinter ihren Söhnen zu. Während sie ihr die Gefäße reichten, goss sie ein.“

Die Frau GLAUBTE was Gott ihr sagte und befolgte es. Sobald sie von Elisa wegging, borgte sie sich leere Gefäße, „schloss die Tür hinter sich“ und ihren Söhnen und goss das Öl von ihrem Krug in die leeren Gefäße, genauso wie Gott es ihr sagte. Was als Ergebnis herauskam lesen wir in Vers 6.

2. Könige 4:6
„ Und es geschah, als die Gefäße voll waren, da sagte sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß! Er aber sagte zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr da. Da kam das Öl zum Stillstand.“

Alle Gefäße die sie sich geliehen hatte waren nun mit Öl gefüllt. Das Öl kam zum „Stillstand“ als kein anderes leeres Gefäß mehr übrig war. Allerdings reichten die gefüllten Gefäße, um sie und ihre Kinder durchkommen zu lassen und sie vor dem Bankrott zu retten. Ehrlich, Vers 7 sagt uns:

2. Könige 4:7
„Und sie kam und berichtete es dem Mann Gottes, und der sagte: Geh hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schulden! Du aber und deine Söhne, ihr könnt von dem restlichen Öl leben.“

Es war so viel Öl da, dass sie und ihre Söhne ihre Schulden bezahlen konnten und vom Rest konnten sie leben. Somit war die Witwe nicht nur erlöst von ihren Problemen, sondern wurde mehr als nur befreit: sie hatte einen Öl-Schatz. Und all dies nur weil sie die Erlösung durch den Herrn suchte. Sie ging zu Gott und Seinem Mann als arme und geschundene Frau und sie verließ ihn reich und befreit. Ehre sei unserem Gott der immer bereit ist zu befreien.

2. Könige 4:8-30. Die Schunemiterin

Der obengenannte Beweis der Witwe ist nicht der einzige in der Bibel mit dem Gott seine befreiende Macht manifestiert. Wie wir sagten ist unser Gott ein Gott der Befreiung und als Konsequenz ist die Bibel voll von Tatsachen, die Menschen zeigen, die Gott vertrauten und befreit wurden. Eine dieser Begebenheiten findet sich im gleichen Kapitel von 2. Könige und folgt dem Beweis der Witwe mit den 2 Söhnen. Fangen wir also ab Vers 8 an wo wir lesen:

2. Könige 4:8
„Und es geschah eines Tages, da ging Elisa nach Schunem hinüber. Dort war eine wohlhabende Frau, die nötigte ihn, bei ihr zu essen. Und es geschah, sooft er durchzog, kehrte er dort ein, um zu essen.“

Noch einmal ist eine Frau die Hauptperson der Geschichte. Im Gegensatz zur letzten Geschichte, wo die Frau sehr arm war, war diese Frau hier sehr angesehen, d.h. eine Frau mit einer Position, die aller Wahrscheinlichkeit nach keine wirtschaftliche Probleme hatte. Nun, eines Tages, als Elisa in dieser Gegend war, überredete diese angesehene Frau Elisa doch mit ihr ins Haus zu gehen und bei ihr zu essen, und schließlich, immer wenn er dort vorbeikam, ging er zu ihr und aß bei ihr. Hieraus erkennen wir welchen Respekt und welche Fürsorge sie Elisa gegenüber hatte. Denn Du wirst nicht jemanden einladen jedes Mal wenn er vorbei geht, wenn du ihn nicht respektierst und dich um ihn kümmern willst. Aber warum wollte diese Frau sich so um Elisa kümmern? Die Fortsetzung in Vers 9 gibt uns die Antwort.

2. Könige 4:9
„Und sie sagte zu ihrem Mann: Sieh doch, ich habe erkannt, dass es ein heiliger Mann Gottes ist, der regelmäßig hier bei uns hindurchzieht… „

Für diese Frau war Elisa „ein heiliger Mann Gottes“. Das war der Grund für ihre Freundlichkeit zu ihm. Der Achtung und die Fürsorge für Elisa waren ein Ausdruck ihres Respekts und das Bemühen um den Gott von Elisa. Nichtsdestotrotz endete die Fürsorge dieser Frau nicht mit dem Essen. In der Tat, Vers 9 und 10 sagt uns, dass es weiter geht:

2. Könige 4:9-10
„Und sie sagte zu ihrem Mann: Sieh doch, ich habe erkannt, dass es ein heiliger Mann Gottes ist, der regelmäßig hier bei uns hindurchzieht. Lass uns doch ein kleines gemauertes Obergemach machen! Dort wollen wir ihm dann Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter hinstellen. Und es soll geschehen, wenn er zu uns kommt, kann er dort einkehren.“

Wirklich, diese Frau war sehr aufmerksam zu Elisa. Sie bot ihm nicht nur was zum Essen an, sondern wollte ihm sogar noch ein Zimmer bauen damit er bleiben konnte so oft er dort vorbeikam. Es erübrigt sich zu sagen, dass Gott die Fürsorge dieser Frau belohnen würde. Die Verse 10-13 sagen uns:

2. Könige 4:11-13
„Und es geschah eines Tages, als er wieder dahin kam, kehrte er in das Obergemach ein und schlief dort. Und er sagte zu seinem Diener Gehasi: Ruf diese Schunemiterin! Und er rief sie, und sie trat vor ihn hin. Und er sagte zu ihm: Sage doch zu ihr: Siehe, du hast dir unsertwegen alle diese Mühe gemacht. Was kann man für dich tun? Ist für dich mit dem König zu reden oder mit dem Heerobersten? Sie aber sagte: Ich wohne mitten in meinem Volk.“

Elisa hatte ihre Fürsorge bemerkt und war sehr dankbar. Nun, als eine Belohnung ihrer Güte fragte er sie zunächst, ob er irgendwas für sie beim König oder Heerobersten tun könnte. Aber das war nicht das, was die Schunemiterin begehrte, denn sie war mit ihrem Leben unter ihren Leuten zufrieden. Was sie wirklich auf ihrem Herzen hatte, zeigt uns der nächste Vers:

2 Könige 4:14-16
„Und er sagte: Was kann man denn dann für sie tun? Da sagte Gehasi: Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt. Und er sagte: Ruf sie! Und er rief sie, und sie trat in die Tür. Und er sprach: Um diese Zeit übers Jahr wirst du einen Sohn umarmen. Da sagte sie: Nicht doch, mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht!“

Diese Frau hatte kein Kind und rein wissenschaftlich gesprochen war es nicht wahrscheinlich, dass sie eines bekommen würde, denn ihr Ehemann war schon alt. Das heißt aber trotzdem nicht, dass sie keines haben könnte. Denn da ist jemand, der die Herzenswünsche befriedigt, auch wenn laut Wissenschaft die Wahrscheinlichkeit gleich Null ist, dass dieser Wunsch befriedigt wird. Wer ist das? Die Antwort ist GOTT. Wie wir am Beispiel der Witwe gesehen haben, ist für Gott kein Ding unmöglich und wenn etwas dem Willen Gottes entspricht, wird es auch geschehen, egal wie die Wahrscheinlichkeiten aussehen. Für die Wissenschaft hat diese Frau keine Möglichkeit mehr ein Kind zu haben. Und doch, weil es Gottes Wille ist, dass sie ein Kind bekommt, wird sie es haben.

Abgesehen davon ist ein anderer bemerkenswerter Punkt, dass Elisa am Anfang gar nicht wusste, welchen Wunsch sie wirklich auf dem Herzen hatte, und begehrte, dass er erfüllt wurde. Sonst hätte er ihr nicht angeboten, dass er vor dem König oder Heeresobersten etwas für sie tun könne, noch hätte er Gehasi nach ihrem Wunsch gefragt, was er für sie tun könne. Nun denn, hier ist nichts Merkwürdiges an der Angelegenheit. Denn Elisa, wie jeder andere Mensch der den heiligen Geist2 hat, kann Wissen nur durch seine fünf Sinne erfahren oder durch Gottes Offenbarung. Offensichtlich hatte Gott ihm nicht von Anfang an offenbart, dass diese Frau sich so sehr ein Kind wünscht. Stattdessen sagte er es ihm durch Gehasi, denn Er dachte, dass dies der beste Weg sei, diese Information zu übermitteln. Dann, nachdem Elisa durch Gehasi wusste, dass die Frau kein Kind hatte, gab Gott ihm die direkte Offenbarung in dem er ihm sagte, dass die Frau in einem Jahr ab jetzt, ein Kind im Arm halten wird, und darum hat Elisa diese Ankündigung gemacht. Die Reaktion der Frau zu diesem wunderbaren Versprechen gibt uns der Verse 16 wieder:

2. Könige 4:16
„Da sagte sie: Nicht doch, mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht“

Die Frau dachte, dass Elisa sie belog. Sie konnte nicht glauben, dass ihr sehnlichster Wunsch nun erfüllt werden sollte. Das ist nicht unüblich: manchmal sind wir sehr langsam darin, an die wunderbaren Dinge zu glauben, die das Wort Gottes uns sagt, dass wir sie haben werden und sie uns verheißen sind. Wir denken, dass es zu schön ist um wahr zu sein. Wie dem auch sei, wir müssen verstehen, dass das was Gott uns gibt, immer gut und vollkommen für uns ist (Jakobus 1:17). Wenn es von IHM kommt, ist keine Sache „zu schön um wahr zu sein“, denn von Gott kommen nur die Dinge die GUT und VOLLKOMMEN sind. Wie Epheser 3:20 uns sagt: „DEM ABER, DER ÜBER ALLES HINAUS ZU TUN VERMAG, ÜBER DIE MASSEN MEHR, ALS WIR BITTEN ODER ERDENKEN..“. Er hat kein Problem damit das zu tun was er will. Zurück zu der Frau, meiner Meinung nach gehört die Tatsache, dass sie nach all den Jahren noch ein Kind bekommen würde, in den Bereich „der über alles hinaus zu tun vermag, über die Massen mehr“ , als sie erbitten oder erdenken konnte. Deswegen dachte sie auch, Elisa würde sie belügen. Wie auch immer, abgesehen davon war dieses Versprechen nicht nur wunderbar, sondern auch wahr. Vers 17 vervollständigt dies:

2. Könige 4:17
„Aber die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn zu ebendieser Zeit übers Jahr, wie Elisa zu ihr geredet hatte.“

Nach einem Jahr gebar sie einen Sohn, genau wie Gott es ihr versprochen hatte. Nun kann man denken, dass die Geschichte hier ein wunderschönes Ende gefunden hat, aber dies ist nicht das Ende. Und zwar, weil die folgenden Zeilen uns ein großes Problem aufzeigen, welches die Gesundheit des Kindes betrifft, als es größer wurde:

2. Könige 4:18-20
„Und das Kind wuchs heran. Und es geschah eines Tages, da ging es zu seinem Vater hinaus, zu den Schnittern. Und es sagte zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Er sagte zu dem Knecht: Trag ihn zu seiner Mutter! Der hob ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er saß auf ihren Knien bis zum Mittag, dann starb er.“

Der Junge wurde von einer so schlimmen Krankheit getroffen, dass er sehr schnell starb. Ungeachtet der Tatsache, dass dieses Kind ein Geschenk Gottes war, welches, im Hinblick auf Jakobus 1:7, vollkommen und gut war, hat der Teufel es geschafft, es zu treffen. Aber noch einmal, das ist nicht ungewöhnlich. Ehrlich, nirgendwo in der Bibel steht, dass die Kinder von Gläubigen (oder ihre Eltern, Geschwister, Ehefrauen oder sie selbst) niemals krank werden. Da gibt es einen Feind, den Teufel, dessen Job es ist, krank zu machen. Deswegen beschreibt die Bibel diese Kranken, die durch den Herrn Jesus Christus geheilt wurden, als „Überwältigung durch den Teufel“ (Apostelgeschichte10:38): sie nennt sie so, weil der Teufel sie durch die Krankheit überwältigte. Dieses, also die Krankheiten und der Tod, kommen nicht von Gott. Im Gegenteil, diese Dinge haben ihre Quelle im Gegenteil von Gottes geistiger Kraft, dem Teufel. Trotzdem, auch wenn der Teufel fähig ist, wenn er einen Weg findet, uns Krankheiten zu schicken, kann Gott, welcher viel größer ist als der Teufel (1. Johannes 4:4), uns von aller Krankheit gesund machen. So sagt uns Psalm 103:3:

Psalm 103:3
„der [Gott] da heilt alle deine Krankheiten“

Gott heilt nicht nur die Hälfte unserer Krankheiten sondern ALLE, ungeachtet der wissenschaftlichen Meinung wie heilbar sie sind. Zurück zu der Frau, konnte Gott so weit gehen, um die unwiederbringliche Tatsache, dass das Kind tot ist, rückgängig zu machen? Wir werden es in einigen Minuten sehen, nachdem wir die Reaktion dieser Frau auf diesen Vorfall sehen.

2. Könige 4:21-24
„Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, schloss hinter ihm zu und ging hinaus. Und sie rief ihren Mann und sagte: Schicke mir doch einen von den Knechten und eine von den Eselinnen! Und ich will zu dem Mann Gottes eilen und bald zurückkommen. Er sagte: Warum willst du gerade heute zu ihm gehen? Es ist weder Neumond noch Sabbat. Sie sagte: Friede mit dir! Und sie sattelte die Eselin und sagte zu ihrem Diener: Treib nur immerfort an! Halte mich nicht beim Reiten auf, es sei denn, dass ich es dir sage!“

An der Reaktion dieser Frau konnte man erkennen, dass sie den Tod ihres Sohnes nicht als unwiederbringliche Realität hinnahm. In der Tat, anstatt über ihrem Kind zu jammern und ihrem Mann zu sagen, dass der Junge tot ist, legte sie das Kind auf das Bett des Mann Gottes und fragte ihren Ehemann, ob er ihr Eselinnen und einen Diener mitgeben könne, um zu ihm zu gehen. Offensichtlich wusste diese Frau, dass dieses Kind ein Geschenk Gottes war und sein Tod nicht Gottes Wille war. Also akzeptierte sie nicht, dass der Tod ihres Sohnes eine Tatsache war, die nicht mehr zu ändern wäre. Deshalb eilte sie zu Elisa und sagte niemandem was passiert war. Die Verse 25-28 sagen uns, was passierte, als sie Elisa traf:

2. Könige 4:25-28
„So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Und es geschah, als der Mann Gottes sie von ferne sah, sagte er zu seinem Diener Gehasi: Siehe da, die Schunemiterin! Nun lauf ihr doch entgegen und sage zu ihr: Geht es dir gut? Geht es deinem Mann gut? Geht es dem Kind gut? Sie sagte: Gut! Und sie kam zu dem Mann Gottes auf den Berg und umfasste seine Füße. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sagte: Lass sie! Denn ihre Seele ist betrübt; und der HERR hat es mir verborgen und es mir nicht kundgetan. Und sie sagte: Habe ich einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe ich nicht gesagt: Täusche mich nicht?“

Noch einmal sehen wir, dass es Elisa, wie jedem anderen Menschen, unmöglich war im Voraus zu wissen, was der Frau widerfahren war, ohne dass Gott es ihm sagt. Die Frau war offensichtlich sehr betrübt. Wie auch immer, trotz ihrer großen Sorge, hatte sie den Mut, ihr totes Kind zuhause zu lassen und den Mann Gottes zu treffen. Elisa‘ s Reaktion kam sofort:

2. Könige 4:29-31
„Da sagte er zu Gehasi: Gürte deine Hüften und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin! Wenn du jemandem begegnest, grüße ihn nicht, und wenn jemand dich grüßt, antworte ihm nicht! Und lege meinen Stab auf das Gesicht des Jungen! Die Mutter des Jungen aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich von dir lasse! Da machte er sich auf und ging ihr nach. Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das Gesicht des Jungen gelegt; aber da war kein Laut und kein Aufhorchen. Und er kehrte um, ihm entgegen, und berichtete ihm und sagte: der Junge ist nicht aufgewacht.“

Gehasi erreichte als erster das Haus. Aber obwohl er das tat was Elisa ihm sagte, wachte das Kind nicht auf. Nach einer Weile kamen Elisa und die Mutter des Kindes ebenfalls zum Haus:

2. Könige 4:32-33
„Und als Elisa in das Haus kam, siehe, da war der Junge tot, auf sein Bett hingelegt. Und er ging hinein und schloss die Tür hinter ihnen beiden zu und betete zu dem HERRN“

Elisa BETETE zu dem Herrn. Das war seine Reaktion auf die Situation. Er war zweifellos in einer sehr schwierigen Situation: das Kind welches Gott der Frau durch ihn versprochen hatte, war tot und ohne ein Zeichen der Wiederbelebung, auch nicht als Gehasi das tat, was Elisa ihm gesagt hatte. Und trotzdem verlor Elisa zu keinem Zeitpunkt sein Vertrauen in Gott. Stattdessen sah er der Situation ins Auge und: ER BETETE ZU DEM HERRN. Es ist der Herr, der die Quelle aller Antwort ist, und Elisa brauchte eine Antwort, um zu wissen, was in dieser Lage zu tun ist. Und so betete er zu dem Einen, der die Antwort kannte3. Als Ergebnis beantwortete Gott dieses Gebet: Die Verse 34-35 sagen uns:

2. Könige 4:34-35
„Und er stieg auf das Bett und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf dessen Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und beugte sich so über ihn. Da wurde der Leib des Kindes warm. Dann ging er wieder im Haus einmal hierhin, einmal dorthin und stieg wieder hinauf und beugte sich über ihn. Da nieste der Junge siebenmal, und der Junge schlug seine Augen auf.“

All das, was uns die oben beschriebene Passage sagt, was Elisa tat, waren nicht seine eigenen Ideen. Stattdessen wurden sie getan nach Gottes Offenbarung. Dass dies auch hier der Fall ist, sehen wir am Ergebnis: das Kind wurde geheilt und Elisa gab es der Mutter zurück:

2. Könige 4:36-38
„Und er rief Gehasi und sagte: Ruf diese Schunemiterin! Er rief sie, und sie kam zu ihm herein. Und er sagte: Nimm deinen Sohn! Da kam sie und fiel ihm zu Füßen und warf sich zur Erde nieder. Und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.“

Gott erlöste die Frau und kehrte die scheinbar irreversiblen Tatsache des Todes des Kindes um, indem Er zeigte, dass er sicherlich so weit für eine Situation gehen wird, wie es nötig ist, um die zu erlösen, die Seine erlösende Kraft suchen.

3. Schlussfolgerung

In diesem Artikel untersuchten wir zwei Fälle, die uns die erlösende Kraft Gottes zeigten. Der Leser sei ermutigt, das Wort Gottes für sich zu studieren, um mehrere Beispiele zu finden. In beiden Fällen die wir untersuchten, und im Allgemeinen in allen Fällen, die man in der Bibel finden kann, ist die Botschaft die gleiche: die, die dem Herrn vertrauen und ihn suchen, werden nie enttäuscht werden, egal welchen Problemen sie gegenüberstehen. Unser Gott ist ein Gott der Befreiung und es gibt keine Grenzen in seiner befreienden Kraft. Er kann so weit gehen, leere Gefäße mit Öl zu füllen oder tote Kinder auf zu erwecken um sein Volk zu erlösen. Er ist tatsächlich „der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken“. Deshalb sollten wir in allem was wir benötigen in die erlösende Kraft Gottes vertrauen und dabei sicher sein, dass, wenn wir dieses tun, nur eine einzige Sache passieren wird: wir werden erlöst werden.

Anastasios Kioulachoglou



Fußnoten

1. Sie kannte Elisa wahrscheinlich durch ihren Ehemann, der einer der Söhne des Propheten war und ein Mann, der Gott verehrte.

2. Heute können wir den Heiligen Geist haben, wenn wir wiedergeboren sind, d.h. wenn wir mit dem Mund bekennen, dass Jesus Christus der Herr in unserem Leben ist und in unserem Herzen glauben, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat (Römer 10:9).

3. Mehr zum Thema über die Wichtigkeit des Gebetes hier: Jesu Meinung zum Beten